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Überlebende nicht zur Gedenkfeier eingeladen

31.10.2021 • 16:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kerzen säumten für lange Zeit den Tatort
Kerzen säumten für lange Zeit den Tatort APA/Roland Schlager

Ein Jahr nach Terrorakt in Wien wird den Opfern gedacht.

Am Dienstag jährt sich der Terroranschlag in der Wiener Innenstadt, bei dem vier Menschen starben und mehrere weitere verletzt wurden, zum ersten Mal. An der Gedenkveranstaltung, die am späten Nachmittag in der Ruprechtskirche stattfinden wird, nehmen Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) und weiteren Vertretern der Bundesregierung teil. Der ORF überträgt die Veranstaltung live.

Wer nicht zu diesem Gedenken eingeladen ist, sind die Überlebenden, Verletzten und Anrainer, die den Anschlag hautnah miterlebt haben. Und teils schwer traumatisiert sind. Das berichtet ein Betroffener gegenüber “Kleinen Zeitung”.

Keine Gespräche

“Wir wären da ohnehin nicht hingegangen, denn wir sind von der Politik enttäuscht. Aber dass man uns nicht einmal einlädt, finde ich falsch.” Außer einem Brief des Bundespräsidenten habe sich zudem nie ein Mitglied der Regierung gemeldet. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) habe entsprechende Gesprächsanfragen sogar abgelehnt.

Die Betroffenen haben indes ein eigenes Gedenken organisiert. “Sollen die Politiker doch reden, wir werden uns trösten.” Nach dem offiziellen Gedenkakt in der Kirche werden Kanzler Schallenberg und Innenminister Nehammer am Abend im Hof der Rossauer Kaserne Einsatzkräfte der Polizei ehren.