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Arbeitslosigkeit unter Vorkrisenniveau

02.11.2021 • 12:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im Tourismus ging die Arbeitslosigkeit am stärksten zurück.
Im Tourismus ging die Arbeitslosigkeit am stärksten zurück. s-motive – stock.adobe.com

Im Tourismus ging die Arbeitslosigkeit am stärksten zurück.

Die Arbeitslosigkeit ist in Österreich im Oktober weiter zurückgegangen. Sie lag sogar unter dem Niveau von vor der Coronakrise. Derzeit sind 341.142 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet, davon befinden sich 71.628 in Schulung. Im Oktober 2019 waren 354.026 Menschen arbeitslos gemeldet, davon waren 65.993 in einer Schulung. Im Coronajahr 2020 war die Arbeitslosigkeit im Oktober deutlich höher, 423.750 Personen waren betroffen.

“Auf Grund der gesetzten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie der wirtschaftlichen Erholung ist es uns gelungen, die Arbeitslosigkeit in Österreich bereits jetzt deutlich unter die des Vorkrisenniveaus aus 2019 zu senken”, so Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP).

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Die nationale Arbeitslosenquote lag im Oktober geschätzt bei 6,5 Prozent, das ist ein Rückgang zum Vorjahr um 2,2 Prozentpunkte. Nach Branchen betrachtet ging im Tourismus die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr am stärksten zurück (minus 40 Prozent), gefolgt von der Warenproduktion (minus 25 Prozent). Nach Bundesländern aufgegliedert hatte Wien mit 108.747 Personen die meisten Arbeitslosen, gefolgt von Niederösterreich mit 41.789 und der Steiermark mit 29.076. In Vorarlberg waren Ende Oktober 9.751 Personen beim AMS als arbeitslos gemeldet. Der stärkste prozentuelle Rückgang zum Vorjahresvergleichsmonat war mit minus 37 Prozent in Tirol zu verzeichnen, den größten Rückgang in absoluten Zahlen wies mit minus 27.620 die Bundeshauptstadt Wien auf.

Kurzarbeit nimmt wieder zu

Ende Oktober gab es 71.279 Anmeldungen zur Kurzarbeit. Zum Vergleich: Ende September lagen die Kurzarbeits-Anmeldungen bei 66.000.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist mit 114.640 Personen weiterhin sehr hoch, hier war der Rückgang im Vorjahresvergleich mit 6,4 Prozent deutlich unter dem Schnitt. Bei den Schulungsteilnehmen ist zum Vorjahresmonat ein Anstieg um fast zehn Prozent zu verbuchen, bei Über-50-Jährigen sogar um fast 26 Prozent. Die meisten Schulungen finden aber im Haupterwerbsalter (25 bis 49 Jahre) statt, nämlich rund 37.000. Für Jugendliche bis 25 Jahre gab es rund 26.000 Schulungen, für Über-50-Jährige fast 8000.