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FFP2-Masken im Handel wieder Pflicht

02.11.2021 • 20:43 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Ab 8. November gilt im Handel in Vorarlberg wieder für alle eine FFP2-Maskenpflicht. <span class="copyright">Hartinger</span>
Ab 8. November gilt im Handel in Vorarlberg wieder für alle eine FFP2-Maskenpflicht. Hartinger

Land macht gegen steigende Infektionszahlen mobil. Booster-Impfung wird vorgezogen.

Mit einer Verschärfung der FFP2-Maskenpflicht und vorgezogenen Booster-Impfungen reagiert das Land Vorarlberg auf die steigende Zahl an Coronainfektionen. Der Anstieg verlaufe deutlich schneller als dies bei den bisherigen Wellen gewesen sei, erklärten Landeshauptmann Markus Wallner, Gesundheitslandsrätin Martina Rüscher (beide ÖVP) und Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher am Dienstag im Pressefoyer.Mit einer Verschärfung der FFP2-Maskenpflicht und vorgezogenen Booster-Impfungen reagiert das Land Vorarlberg auf die steigende Zahl an Corona­infektionen. Der Anstieg verlaufe deutlich schneller, als dies bei den bisherigen Wellen gewesen sei, erklärten Landeshauptmann Markus Wallner, Gesundheitslandsrätin Martina Rüscher (beide ÖVP) und Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher am Dienstag im Pressefoyer.

Noch keine besondere Anspannung

Der Landeshauptmann verdeutlichte dies mit konkreten Zahlen. So sei die Sieben-Tage-Inzidenz in Vorarlberg am 13. Oktober noch bei 59 gelegen. Zu Allerheiligen sei bereits ein Wert von 412 erreicht worden – knapp über dem Österreich-Schnitt von 404. Zugleich habe es auch bei den Spitalspatienten einen deutlichen Anstieg gegeben, wobei es auf den Intensivstationen noch keine besondere Anspannung gebe. Allerdings sei in den nächsten zwei bis drei Wochen mit einer weiteren Steigerung zu rechnen. Zum Zeitpunkt der Pressekonferenz waren 42 Personen auf der Normalstation in Behandlung. 20 davon waren ungeimpft. Fünf weitere Menschen – allesamt ungeimpft – benötigten intensivmedizinische Versorgung. Seit etwa 13. Oktober habe es überhaupt nur eine geimpfte Person gegeben, die auf der Intensivstation gelegen sei, sagte Grabher. Das zeige, dass die Impfung vor schweren Krankheitsverläufen schütze.

Beim Pressefoyer wurde über die geplanten Maßnahmen informiert. <span class="copyright">VLK/Sams</span>
Beim Pressefoyer wurde über die geplanten Maßnahmen informiert. VLK/Sams

Im Hinblick auf die jüngsten Entwicklungen haben sich die Verantwortlichen des Landes in der Regierungssitzung auf weitere Verschärfungen verständigt. So gilt ab dem 8. November wieder eine FFP2-Maskenpflicht im gesamten Handel. In der jetzigen Situation sei dies der richtige Schritt, meinte Wallner. Ebenso gebe es Überlegungen bezüglich strengerer Reglungen bei Veranstaltungen, wie sie auch in anderen Bundesländern eingeführt wurden. Diesbezüglich stehe er in Kontakt mit Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne), berichtete der Landeshauptmann. Dieser habe durchklingen lassen, dass es bald zu bundesweiten Verschärfungen kommen könnte. Wallner rechnete damit, dass dies noch in dieser Woche passieren wird. Sollte dies nicht der Fall sein, behalte man sich vor, eigene Maßnahmen zu beschließen.

PCR-Tests

Die Gesundheitslandesrätin kündigte an, dass die PCR-Testkapazitäten im Land weiter ausgebaut werden. Aufgrund des Corona-Stufenplans des Bundes sei damit zu rechnen, dass die Antigentests bald nicht mehr für die 3G-Eintrittsregel ausreichen werden. Darauf müsse man sich vorbereiten. So werden die Öffnungszeiten bei den Landesteststraßen in Hohenems und Nüziders ausgeweitet. Ab 8. November sind diese täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet.

“Testen nur zweitbeste Lösung”

Seit gestern sind zudem in den Apotheken nach vorheriger Registrierung PCR-Gurgeltests erhältlich. Diese können zuhause durchgeführt werden, wobei die Spüllösung nach dem Gurgeln wieder in einer Apotheke abgegeben werden muss. Die Testergebnisse sollen dann innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Es gebe Überlegungen, diese Testmöglichkeit auch in Lebensmittelgeschäften anzubieten wie in anderen Bundesländern. Entsprechende Gespräche gebe es bereits. Allerdings werde dies kein flächendeckendes Angebot sein, betonte Rüscher. Denn: „Testen ist nur die zweitbeste Lösung.“

Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher. <span class="copyright">VLK/Sams</span>
Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher. VLK/Sams

Der Weg aus der Pandemie führe nur über die Impfung, waren sich Wallner, Rüscher und Grabher einig. Dies gelte sowohl für die Erstimmunisierung als auch die Auffrischungs­impfung. Diese ist nun für alle sechs Monate nach der ersten Immunisierung verfügbar. Es habe sich gezeigt, dass der Impfschutz mit den Monaten deutlich abnehme. Daher habe man sich dazu entschlossen, die Booster-Impfungen bereits nach sechs Monaten anzubieten. Zu diesem Zweck werden die Impfzentren in Bregenz beim illwerke-vkw-Gelände (Weidachstraße 6) und in der Walgautennishalle Nenzing (Blumeneggstraße 37) vermehrt genutzt (siehe Factbox). Impfungen sind dort mit und ohne Voranmeldung möglich. Dies gilt auch für die Auffrischungs­impfung.

Impfzentren

Impfzentrum Bregenz: Donnerstag, 4. November, 18 bis 21 Uhr; Freitag, 5. November, 13 bis 18 Uhr; Samstag, 6. November, 9 bis 17 Uhr

Impfzentrum Nenzing: Donnerstag, 11. November, 18 bis 21 Uhr; Freitag, 12. November, 9 bis 19 Uhr; Samstag, 13. November, 9 bis 17 Uhr

Weitere Impfwochenenden soll es künftig mindestens ein Mal pro Monat geben.

Für diese sei eine Informationskampagne in Vorbereitung. Denn obwohl 27.300 Personen eine Booster-Impfung in Anspruch nehmen könnten, gebe es bisher nur rund 18.000 Anmeldungen dafür. Nicht zuletzt wies Rüscher auf die weiter bestehenden Impfmöglichkeiten nach Anmeldung bei den Hausärzten und ohne Anmeldung in den Einkaufszentren hin. Hier soll es bald auch ein Angebot in Egg geben.