Allgemein

Millionenkonkurs des Hotels am Kaiserstrand

02.11.2021 • 15:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Stiplovsek</span>
Stiplovsek

Lochauer Hotel muss Konkurs anmelden. Weiterführung nicht geplant.

Über das Vermögen der Firma “RIMC Seehotel Am Kaiserstrand Hotel Betriebs GmbH” mit Sitz in Söding-Sankt Johann (Bez. Voitsberg), die das gleichnamige Hotel am Bodenseeufer in Lochau betreibt, ist am Dienstag am Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz das Konkursverfahren eröffnet worden. Dieser Schritt wurde notwendig, da die Betreibergesellschaft als Pächter der Hotelimmobilie erhebliche Rückstände ausweist und laut Eigentümer die Vereinbarungen nicht eingehalten hat. Eigentümer der Hotelimmobilie ist die AFV1 Liegenschaftsbesitz GmbH & Co KG mit Sitz in Graz.

Wie der KSV1870 mitteilte, stehen Verbindlichkeiten von rund 3,2 Mio. Euro Aktiva von etwa 930.000 Euro gegenüber.

Geschäftsberichte nicht zugänglich gemacht

Trotz bestehender Vereinbarungen wurden den Hotelbesitzern über einen längeren Zeitraum die notwendigen Daten und Unterlagen über die geschäftliche Entwicklung der Hotelbetriebsgesellschaft angeblich nicht zugänglich gemacht.

Die Eigentümer des Seehotels „Am Kaiserstrand“ haben aufgrund dieser Entwicklungen von ihrem vertraglich festgehaltenem Recht Gebrauch gemacht, die Hotelbetreibergesellschaft an einen Dritten zu übertragen, heißt es in einer Stellungnahme. Mit der Übernahme der Gesellschaftsanteile an der RIMC Seehotel Am Kaiserstrand Hotel Betriebs GmbH habe sich die eingesetzte MDK Management GmbH einen Überblick über die finanzielle Situation verschaffen können. „Die Absicht war es eigentlich, die Hotelbetreibergesellschaft zu sanieren und fortzuführen. Aber nach Berücksichtigung der historischen Entwicklung und der uns vorliegenden wirtschaftlichen Daten waren wir gesetzlich dazu verpflichtet, umgehend einen Insolvenzantrag zu stellen”, heißt es vonseiten der Eigentümer.

Als Grund für die Insolvenz gaben die Pächter an, dass seit Jahren Verluste erwirtschaftet worden seien. Das Insolvenzverfahren wurde in der Steiermark eröffnet, weil dort die Leitung des Betriebs ihren Sitz hat. Gläubigerforderungen können bis zum 30. Dezember 2021 über den KSV1870 angemeldet werden.