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Drittimpfung kann online vorverlegt werden

03.11.2021 • 16:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vier von fünf Parteien machen sich für die Auffrischung stark.<span class="copyright">Hartinger</span>
Vier von fünf Parteien machen sich für die Auffrischung stark.Hartinger

Auch Kreuzimpfungen sind beim dritten Stich möglich.

Die Vorarlberger Landtagsparteien ÖVP, Grüne, SPÖ und Neos trommeln gemeinsam mit Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher und der Ärztekammer für die Impfauffrischung. „Wir wollen hier noch mehr Schwung rein bekommen und die Bevölkerung gemeinsam darauf hinweisen, dass eine Booster-Impfung wichtig ist, um den Impfschutz weiterhin aufrecht zu halten“, so Rüscher.
Mit von der Partie waren neben der Impfreferentin der Kammer, Daniela Jonas, die Gesundheitssprecher beziehungsweise deren Stellvertreter Susanne Andexlinger (ÖVP), Daniel Zadra (Grüne), Elke Zimmermann (SPÖ) und Johannes Gasser (NEOS). Das Nationale Impfgremium hatte am Dienstag beschlossen, die Drittimpfung für alle über 18 bereits sechs Monate nach der Zweitimpfung zu empfehlen.

Terminverlegung möglich

Impftermin Ändern

Bereits gebuchte, spätere Termine für die Drittimpfung können online über die Plattform www.vorarlberg.at/vorarlbergimpft gelöscht und durch frühere, sechs Monate nach der Zweitimpfung stattfindende Termine ersetzt werden.

Die Drittimpfung sei notwendig, weil der Impfschutz bereits nach einigen Monaten deutlich abnehme, so Rüscher. Zwar seien auf den Intensivstationen noch immer vorwiegend Ungeimpfte anzutreffen, allerdings nehme die Zahl der Geimpften auf den Normalstationen zu. Wer sich für die Drittimpfung anmelden möchte, kann dies über die Plattform www.vorarlberg.at/vorarlbergimpft tun. Wer bereits einen späteren Termin gebucht hat, kann diesen dort löschen und sich für einen früheren anmelden.
Alle Impfwilligen können sich nach wie vor bei den mobilen Impfstationen, in den Einkaufszentren und beim Hausarzt impfen lassen. Wer sich für eine Anmeldung entscheidet, kann allerdings den Impfstoff, Moderna oder Biontech/Pfizer, selbst auswählen. Auch die Möglichkeit zur Kreuzimpfung besteht. Diese hat keinen Einfluss auf die Gültigkeit des Impfausweises als 3G-Bestätigung.

Fehlende Freiheitliche

Die FPÖ Vorarlberg und ihr Gesundheitssprecher Hubert Kinz nahmen am Termin nicht teil. Die Freiheitlichen sprächen sich gegen Politikerempfehlungen zu persönlichen Gesundheitsentscheidungen aus, hieß es. Von dieser Haltung war der freiheitliche Gesundheitssprecher im Nationalrat, Gerhard Kaniak, allerdings noch am Dienstag abgewichen, als er per Aussendung wissen ließ, dass eine Drittimpfung ohne Vorabbestimmung der Antikörper „ein schwerer Kunstfehler“ sei – obwohl Experten betonen, dass ein „Überimpfen“ gar nicht möglich ist.
Auch in der Vergangenheit hatte die FPÖ nicht mit Empfehlungen gespart: Die Wiener Blauen forderte einst kostenlose Impfungen gegen Gebärmutterhalskrebs: „Eine Impfung könnte rund 75 Prozent aller Gebärmutterhalskrebsfälle verhindern“, so die FPÖ damals. Ein Jahr später verlangte ihre damalige Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein kostenlose Hepatitis-Impfungen für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren, um sie vor der drohenden „Gefahr durch Krankheiten aus dem Osten“ zu schützen.

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