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Vorarlberger sind Flugmuffel

05.11.2021 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Im Ländle ist der Anteil der Nichtflieger deutlich höher als jener der Vielflieger.

Es wird wieder mehr geflogen. Zumindest erhöht die Airline People’s ihre Taktung und baut das Angebot an Wochenenden zwischen Wien und Altenrhein ab dem 19. November aus. Ergänzend bietet People’s jeweils am Freitagnachmittag einen Wien-Altenrhein- respektive am Sonntagnachmittag einen Altenrhein-Wien-Flug an. „Diese Frequenzerhöhung ermöglicht insbesondere den in der Bodensee-Region ansässigen Wien-Kunden die Option, die klassische Wochenendverbindung gezielt zu nutzen. Wir unterstreichen damit die Notwendigkeit einer flexibleren Reiseplanung für unsere Gäste“, so Thomas Krutzler, CEO der People’s Air Group.

Ob die Fluglinie damit auch die Flugmuffeln aus Vorarlberg für sich gewinnen kann, ist allerdings fraglich. Denn wie eine Umfrage des Market-Instituts zeigt, ist in Westösterreich, sprich Vorarlberg, Tirol und Salzburg, die Nichtfliegerei weit verbreitet. Mit 30 Prozent ist der Anteil der Personen, die nie in ein Flugzeug steigen, fast doppelt so hoch wie der Anteil der Vielflieger.
Vier Prozent fliegen mehrmals im Monat oder häufiger, weitere 13 Prozent mehrmals im Jahr. 51 Prozent fliegen nur einmal im Jahr oder seltener. Die Vielflieger hingegen sind vor allem Geschäftsreisende und werden vom Angebot der zusätzlichen Wochenendeflüge wohl kaum Gebrauch machen.

Wenige Vielflieger

Auch öster­reichweit fliegen wenige sehr viel, aber sehr viele fliegen wenig. „Das Flugzeug ist ein Verkehrsmittel, das von sehr wenigen extrem viel genutzt wird und von sehr vielen selten oder gar nicht“, fasst VCÖ-Experte Michael Schwendinger zusammen. Vier Prozent von Österreichs Bevölkerung fliegen mehrmals im Monat oder häufiger, weitere 14 Prozent mehrmals im Jahr. Der Anteil der Personen, die nie fliegen, ist mit 29 Prozent deutlich höher als der Anteil der Vielfliegenden. Insgesamt nutzen 81 Prozent von Österreichs Bevölkerung das Flugzeug selten oder gar nicht.

Alternativen

Der Sprecher des VCÖ appelliert außerdem an die Unternehmen, Geschäftsreisen per Flugzeug zu reduzieren, und schlägt Alternativen vor. So habe die Lockdown-Phase gepaart mit Homeoffice gezeigt, dass viele Meetings auch per Video­konferenz zum Erfolg führen und nicht extra zur Besprechung angereist werden muss. Ebenso verweist Schwendinger auf die Bahn.