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Klimakonferenz unter Erfolgsdruck

08.11.2021 • 14:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Proteste im Zuge der Klimakonferenz in Glasgow.
Proteste im Zuge der Klimakonferenz in Glasgow. (c) AFP (BEN STANSALL)

Heute beginnt in Glasgow bei der UN-Klimakonferenz Halbzeit zwei.

Zur Halbzeit der UN-Klimakonferenz “COP26” im schottischen Glasgow gab es am Wochenende Proteste und Kritik. Bei der Konferenz ringen rund 200 Staaten darum, wie das Ziel noch erreicht werden kann, die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. In der ersten Woche gab es zwar viele Absichtserklärungen, doch in wichtigen Bereichen, die für das Einhalten des Pariser Klimavertrags notwendig sind, gab es bisher nur geringe Fortschritte. Zeit für konstruktive Beschlüsse ist noch bis zum 12. November, dem geplanten Ende der COP26.

Laut offiziellen Angaben der UN stellt Brasilien die größte nationale Teilnehmergruppe mit 479 Personen – zwei Dutzend mehr (503) “vertreten die toxischen Interessen von umweltverschmutzenden Unternehmen”, sagt Rachel Rose Jackson, Direktorin für Klimaforschung und -politik bei der Non-Profit-Organisation Corporate Accountability, die ebenfalls an der Analyse beteiligt war.

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Klimakonferenz unter Erfolgsdruck

Wer zählt als Vertreter der fossilen Brennstoffindustrie?

In der Analyse von Global Witness zählen jene Personen als Lobbyisten für fossile Brennstoffe, die einer Delegation eines Wirtschaftsverbandes angehören oder Mitglied einer Fraktion sind, die die Interessen von Öl- oder Gasunternehmen vertreten.

Die Herausgeber der Analyse halten zudem fest, dass 27 offizielle Länderdelegationen Lobbyisten für fossile Brennstoffe angemeldet haben, darunter Kanada, Russland und Brasilien. Außerdem sei die Lobby der fossilen Brennstoffindustrie auf der COP zusammengerechnet auch größer als die Gesamtheit aller acht Abordnungen aus den Ländern, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten am stärksten vom Klimawandel betroffen waren. Diese sind: Puerto Rico, Myanmar, Haiti, die Philippinen, Mosambik, die Bahamas, Bangladesch und Pakistan.

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