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Vorarlberger Exporte sollen wieder wachsen

08.11.2021 • 18:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Michael Otter, Leiter der Außenwirtschaft, WKV-Präsident Metzler und Michael Scherz, WKO-Vertreter in Berlin<span class="copyright">daniel Mauche</span>
Michael Otter, Leiter der Außenwirtschaft, WKV-Präsident Metzler und Michael Scherz, WKO-Vertreter in Berlindaniel Mauche

Exporttag: Vorarlberger Wirtschaft erkundet Wachstumsmöglichkeiten.

Export sei immer mit Mut und Risiko verbunden, erklärte Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg, im Rahmen des 6. Vorarlberger Exporttages im Feldkircher Montforthaus. Die Vorarlberger Exportwirtschaft trotzte der Corona-Krise. Selbst im schwierigen Jahr 2020 habe man ein Exportvolumen von 10,4 Milliarden Euro erreicht, was einem Minus von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche. „Unsere Exporteure hielten Kurs. Dieser leichte Rückgang kann bei den weltweit massiven Exporteinbrüchen als Erfolg eingestuft werden. Dank der Branchendiversität des produzierenden Sektors ist es unserer Exportwirtschaft gelungen, ein beachtliches Ergebnis zu erzielen“, so Metzler.

Die Zeit der Pandemie sei nicht nur von Einschränkungen im Grenz- und Reiseverkehr, sondern auch von Lieferengpässen und fehlenden ausländischen Vorleistungen geprägt. Gleichzeitig wurde den Betrieben große Flexibilität abverlangt, um Geschäftspartner zu halten und Auslandsmärkte weiterhin zu betreuen.

Überblick ermöglicht

Der Vorarl­berger Exporttag bot den exportierenden Unternehmen des Landes die Möglichkeit, sich einen Gesamtüberblick über neue Geschäftschancen und aktuelle Entwicklungen in den Auslandsmärkten zu verschaffen und Fragen und Anliegen mit Wirtschaftsdelegierten aus 25 Ländern zu besprechen.

Heuer war erstmals die Initiative „Startupland Vorarlberg“ als Kooperationspartner beim Exporttag dabei. Es gehe darum, Jungunternehmer und Start-ups an die Serviceleistungen der Außenwirtschaft heranzuführen, betont Metzler.

„Der Aspekt der Nachhaltigkeit verspricht dem Rohstoff Holz eine blendende Zukunft.“
Michael Scherz, WKO Berlin

Herausforderungen und Trend

„Die Außenwirtschaft Austria begleitet Exporteure dabei mit aller Kraft: Mit unserem weltweiten Netzwerk mit rund 100 Stützpunkten und dank unserer 70 WKÖ-Wirtschaftsdelegierten, die Hintergrundwissen aus den spannendsten Auslandsmärk­ten liefern und mit Rat und Tat zur Seite stehen“, erkärt Michael Otter, Leiter der WKO-Tochter.

Die Covid-19-Pandemie habe die Weltwirtschaft schwer getroffen. Die Ausfuhren von Waren aus Österreich sanken im Krisenjahr 2020 um mehr als sieben Prozent. Derzeit sieht es jedoch wieder gut aus: das heurige Jahr brachte wieder einen Boom beim Warenhandel.

Die Krise als Chance

Das International Trade Centre (ITC) sieht für Unternehmen aus Österreich weltweit ein nutzbares Exportpotenzial für Warenexporte im Ausmaß von rund 74 Milliarden US-Dollar“, sagt Otter und hebt den Green-Tech-Bereich hervor.

Alle großen international tätigen Vorarlberger Unternehmen sind mit Niederlassungen in Deutschland vertreten. Michael Scherz, Wirtschaftsdelegierter in Berlin, berichtet, dass die deutsche Wirtschaft ausgesprochen robust und gut durch die Pandemie gekommen ist. Er bescheinigt dem Werkstoff Holz ein enorm großes Potenzial bei den Nachbarn. Holzbau aus Vorarlberg habe sich in ganz Deutschland einen erstklassigen Ruf erarbeitet.

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