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Werbeagentur „go biq“ verkleinert sich

11.11.2021 • 20:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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go biq

Gründer und Inhaber Sergej Kreibich sieht die Arbeit in Netzwerken als Zukunft für Agenturen.

Die Kommunikations- und Werbeagentur „go biq“, einer der großen Player in der Vorarlberger Werbebranche, wird sich in den kommenden Wochen deutlich verkleinern.

Diesbezügliche Informationen bestätigte Agentur-Inhaber Sergej Kreibich auf wpa-Anfrage. Das Unternehmen informiert seit einigen Tagen seine Kunden und Partner darüber, wonach man ab 1. Jänner 2022 nur noch als Netzwerk-Agentur ohne fest angestellte Mitarbeiter tätig sein werde.

“Flexible Gebilde”

Er habe sich zu diesem konsequenten Schritt entschieden, da er der Überzeugung sei, dass die Zukunft der kreativen Arbeit in Netzwerken stattfinden werde, sagte Kreibich. „Agenturen müssen offene und flexible Gebilde sein.“ Das Ziel der Umstrukturierung sei, Kunden in Zukunft noch flexibler, unabhängiger und effektiver unterstützen zu können. Die ganzheitliche Markenentwicklung und Kommunikation stehe nach wie vor im Zentrum der täglichen Arbeit, so Kreibich. Allerdings werde man für die jeweiligen Kundenprojekte unterschiedliche Teams aus dem Netzwerk zusammenstellen. Der Gründer und Inhaber von „go biq“ betont dabei, dass die Agentur keine wie immer gearteten wirtschaftlichen Schwierigkeiten habe. Dieser Schritt weg von einer vollstufigen Agentur erfolge – wie beschrieben – aus völlig anderen Überlegungen, so Kreibich.

Mitarbeiter als Netzwerkpartner

Im Schnitt hat „go biq“ in den vergangenen Jahren um die zwölf Mitarbeiter beschäftigt. Ihre Dienstverhältnisse laufen in den kommenden Wochen aus. In der Agentur bleiben folglich nur noch Kreibich und seine Frau. Mit den bisherigen Senior-Mitarbeitern werde das Unternehmen zukünftig als Netzwerkpartner zusammenarbeiten. Die Junior-Mitarbeiter wolle man an andere Agenturen vermitteln, sagt Kreibich. Die Büroräumlichkeiten am Campus in Dornbirn werden aufgegeben, da sie zu groß sind. Allerdings bleibe die Agentur auch zukünftig am Campus-Areal, betont Kreibich, da das kreative Umfeld hierfür ideal sei.

Gleichzeitig mit der Verkleinerung werde sich Kreibich zukünftig noch stärker dem Thema „Marke“ widmen. Unter dem Namen „Kreibich brand.strategy“ berate er Unternehmen zu den Themen Markenstrategie und Markenentwicklung.

Günther Bitschnau/wpa

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