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Russisches Klientel fällt weg, „Booster- Impfung“ für Mitarbeiter

12.11.2021 • 23:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Durch einen Booster mit EU-zertifiziertem Impfstoff, erhalten Arbeitskräfte den „Geimpft-Status“. Gäste haben diese Möglichkeit nicht. <span class="copyright">REUTERS</span>
Durch einen Booster mit EU-zertifiziertem Impfstoff, erhalten Arbeitskräfte den „Geimpft-Status“. Gäste haben diese Möglichkeit nicht. REUTERS

Spunik-V-geimpfte gelten hier als ungeimpft. Lösung für Mitarbeiter aus Osteuropa.

Impfstoffe wie Sputnik V aus Russland sind hierzulande nicht zugelassen. Für die Zulassung in der EU fehlen valide Daten. Wer mit diesem Vakzin geimpft wurde, gilt in Österreich somit als ungeimpft und sieht sich folglich mit der 2G-Regel konfrontiert. Das ist ein Problem, denn hunderte Saisonarbeiter im Vorarlberger Wintertourismus kommen aus Osteuropa und wurden zum Schutz gegen Corona mit Sputnik V geimpft.


„In erster Linie betrifft das Arbeitskräfte aus den östlichen Ländern“, formuliert es der zuständige Landesrat Christian Gantner. Allerdings verweist er diesbezüglich auf geltende Lösungsansätze, „nämlich einmal einen in der EU zugelassenen Impfstoff draufimpfen“. Diese Regelung gilt mittlerweile laut Gantner auch von Bundesseite offiziell.

Landesrat Christian Gantner. <span class="copyright">Oliver Lerch</span>
Landesrat Christian Gantner. Oliver Lerch


Ist ein Mitarbeiter also Sputnik-geimpft oder genesen, kann er einen Antikörpertest machen. Wenn Antikörper nachgewiesen werden, reicht eine „Booster-Impfung“ mit einem hierzulande zugelassenen Vakzin.
„Wir empfehlen den Tourismustreibenden, ihren Mitarbeitern nahezulegen, den Antikörpertest im Heimatland machen zu lassen und mitzubringen“, berichtet Gantner. Ansonsten werde bei einem hier ansässigen Arzt Blut für den Antikörpernachweis abgenommen und zeitgleich geimpft. Sobald der Nachweis positiv ist, gilt der Betroffene als geimpft. „Leider ist das nicht mit dem Grünen Pass auf dem Smartphone kompatibel. Aber es reicht auch aus, beide Nachweise als Papierform dabei zu haben“, meint der Landesrat.

Urlauber aus Russland

Für potenzielle Urlaubsgäste gibt es diese Möglichkeit nicht – denn die sind hier nicht versichert. „Es gibt ein kleines Segment ­russischer Gäste, etwa in Lech. Die gelten trotz Sputnik-V-Vakzin hierzulande als ungeimpft. Da in der Beherbergungsbranche 2G gilt, fällt dieses Klientel nun einfach weg“, sagt Gantner.


Lediglich sieben Prozent Einheimische urlauben in Vorarlberg. So kamen in der Saison 2019/2020 58 Prozent aller Gäste aus Deutschland, gefolgt von der Schweiz mit zwölf Prozent Gäs­teanteil und den Niederlanden mit zehn Prozent Gästeanteil.

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