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Das Gösser in Bregenz bekommt neuen Glanz

13.11.2021 • 20:31 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Neuer Pächter - neues Konzept. <span class="copyright">Hartinger</span>
Neuer Pächter - neues Konzept. Hartinger

Neuer Pächter baut groß um. Das sind die Pläne für das neue Gösserbräu.

Es steht mitten in Bregenz und war einst ein klassisches Stadtgasthaus, welches sich regem Zulauf erfreute. Doch in den vergangenen Jahren fristete das Gösser in Bregenz ein eher trostloses Dasein. Das Essen mittelmäßig und die Bar im Volksmund ob der unangenehmen Beleuchtung als Bahnhofshalle verschrien.

Nun soll sich das unter dem neuen Pächter aber ändern. Der Mann, der dem Gasthaus inmitten der Landeshauptstadt neues Leben einhauchen will, ist ein in Bregenz durchaus bekannter Gastronom. Der 37-jährige Pascal Hämmerle, der zuletzt mit dem Freischwimmer an der Seepromenade im Gebäude des Hallenbades den kulinarischen Genuss in der Landeshauptstadt bereicherte, zieht mit seinem Team nun ins Gösser um.

Moderne und Tradition

Und der Bregenzer hat viel vor und lässt im Gebäudeinneren keinen Stein auf dem anderen. Noch ist das Gasthaus eine Baustelle, aber bereits zwei Wochen vor der Eröffnung am 25. November lässt sich erahnen, dass ein ganzheitliches Konzept dahintersteht.

„Das Grundkonzept stammt von mir und gemeinsam mit der Ideenfabrik, einem Tiroler Unternehmen, das gastronomische Konzepte in Gebäuden visuell umsetzt, haben wir das neue Gösser innenarchitektonisch gestaltet“, erklärt Hämmerle.
In einer Dualität aus Tradition und Moderne ist es dem Gastronom gelungen, sowohl die altehrwürdigen Mauern des Gössers zur Geltung kommen zu lassen und gleichzeitig den Räumen die Schwere und das Altbackene zu nehmen. Der Barbereich wurde von der Decke bis zum Boden völlig neu designt und teilweise zur Lounge umfunktioniert. Der Restaurantbereich mit neuen Wandelementen und moderner Möblierung aufgewertet. Eine einsehbare Showküche lässt die Gäste bei der Zubereitung ihrer Gerichte teilhaben.

Pascal Hämmerle und sein Team planen Vielversprechendes. <span class="copyright">Hartinger</span>
Pascal Hämmerle und sein Team planen Vielversprechendes. Hartinger

„Wir bleiben der Linie des Freischwimmers treu und arbeiten mit nachhaltigen und regionalen Produkten ohne Fertigprodukte oder Zusatzstoffe. Bis hin zu den Nudeln machen wir alles selbst und haben nichts zu verstecken“, erklärt der Gastronom das Konzept. Die Küche beschreibt Hämmerle als österreichisch mit internationalem Flair. Als Hommage an das Haus werden aber auch traditionelle Gerichte wie Wiener Schnitzel oder Gulasch auf der Karte zu finden sein. Am Sonntag wird es außerdem einen Brunch geben, am Montag bekommt das Team durch einen Ruhetag die wohlverdiente Pause.

Ballsaal wird bespielt

Traditionell waren in der Vergangenheit auch zahlreiche Bälle, die im Gössersaal stattgefunden haben. Das möchte Hämmerle wiederbeleben, ebenso den Saal für Firmenfeiern, Hochzeiten oder Weihnachtsfeiern zur Verfügung stellen. Ein spezielles Vorhangsystem lassen den Saal auch für kleinere Gruppen interessant werden, wobei der 37-Jährige betont, dass immer nur eine Veranstaltung gebucht wird und nie mehrere Feste gleichzeitig stattfinden werden. Barbetrieb, Restaurant und Eventbereich. Drei Säulen, die dem Gösser im Stadtzentrum von Bregenz wieder zu altem Ruf und Glanz verhelfen sollen.

Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern fiebert Pascal Hämmerle der Eröffnung entgegen.<span class="copyright">Hartinger</span>
Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern fiebert Pascal Hämmerle der Eröffnung entgegen.Hartinger

Drei Säulen, die aber auch ordentlich Personal in Anspruch nehmen. 21 Mitarbeiter zählt das Team um Hämmerle und ist somit doppelt so groß wie noch im Freischwimmer an der Seepromenade. Seit eineinhalb Jahren wurde die Truppe zusammengeführt und ausgesucht. Aus dem ehemaligen Gösser wurde kein Mitarbeiter übernommen. Als es spruchreif wurde, waren die ehemaligen Angestellten schon anderweitig untergekommen.

Hämmerle lässt keinen Zweifel darüber aufkommen, dass die Mitarbeiter das große Kapital sind und er viel für die Förderung eben jener tut. Sei es bei der Einteilung der Diens­te, aber auch bei den Entwicklungschancen im Betrieb. So wird auch der Start am 25. November nicht von null auf hundert passieren. Auch um den Mitarbeitern die Eingewöhnung in die neuen Umstände zu erleichtern. „Wir werden es langsam angehen, schließlich ist es ein Sprint und kein Marathon. Zunächst werden wir 50 Prozent der Plätze ausgeben, um sicherzustellen, dass wir von Anfang an die Qualität liefern können, die wir dem Gast liefern möchten. So bleibt auch Zeit mit den ers­ten Gästen in Dialog zu treten. Das ist für die Weiterentwicklung und das Wachstum wichtig. Den Mitarbeitern soll es die Möglichkeit geben, einen gesunden und guten Arbeitsablauf zu etablieren.“

Mit all diesen Maßnahmen möchte Hämmerle sicherstellen, dass das Gösser die Strahlkraft vergangener Tage wiedererlangt.

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