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Betreuung daheim ist gesichert

15.11.2021 • 19:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Krankenpflegevereine sind auch trotz der momentanen Corona-Lage im Einsatz. Genauso die Mitarbeiter der Mobilen Hilfsdienste. <span class="copyright">Hartinger</span>
Krankenpflegevereine sind auch trotz der momentanen Corona-Lage im Einsatz. Genauso die Mitarbeiter der Mobilen Hilfsdienste. Hartinger

Krankenpflegevereine und MOHI können alle Dienstleistungen anbieten.

Die Infiziertenzahlen steigen tagtäglich. Alle Lebensbereiche sind davon betroffen. Wie geht es in dieser Situation den Dienstleistern wie Krankenpflegevereine und Mobile Hilfsdienste, die für eine besonders vulnerable Personengruppe arbeiten?

Angela Jäger, Geschäftsführerin der Hauskrankenpflege Vorarlberg, berichtet, dass momentan sechs von 335 Mitarbeitenden infiziert sind. Seit Beginn der Pandemie bis heute waren insgesamt 46 Mitarbeiter coronapositiv. „Bei einer solch niedrigen Zahl an Infizierten, lassen sich die ausgefallenen Mitarbeiter kompensieren“, sagt Jäger und zieht den Schluss: „Wir können alle Dienstleistungen erbringen“.

Mit einer Ausnahme: Ein kleiner Krankenpflegeverein mit wenigen Mitarbeitern kann in Personalnöte geraten, wenn zum Beispiel eine Angestellte positiv und eine andere im Langzeitkrankenstand ist. Oder wenn der kleine Verein sowieso schon auf Personalsuche ist. „Das würde bedeuten, dass der Krankenpflegeverein ein wenig mit seinem Angebot zurückfährt und zum Beispiel statt zwei- oder dreimal nur einmal pro Woche kommt. Die Grundversorgung ist aber auch bei diesen Krankenpflegevereinen gewährleistet, akute Fälle werden immer behandelt und Klienten, die auf unsere Dienstleistungen angewiesen sind, bekommen sie auch.“

Kommt auf Mitarbeiter an

Sollten die Infiziertenzahlen in Vorarlberg noch mehr steigen, bleibt die Versorgung durch die Krankenpflegevereine dieselbe. „Unsere Arbeit hat nichts mit der allgemeinen Zahl an Infizierten zu tun. Bei uns kommt es nur darauf an, ob die Mitarbeiter gesund sind. Wenn das der Fall ist, werden die Leistungen erbracht“, sagt Jäger.

Damit die Mitarbeitenden und die Klienten gesund bleiben, werden beim Krankenpflegeverein viele Schutzmaßnahmen ergriffen. Es gilt eine 2,5G-Regel (geimpft, genesen, PCR-getestet), die Mitarbeitenden tragen FFP2-Maske sowie Handschuhe und sie verwenden Desinfektionsmittel. „Unsere Mitarbeiter sind gut geschützt“, sagt Jäger. Das soll auch weiterhin so bleiben, und deshalb sei sehr wichtig: „Wenn in der Familie eines Klienten ein Coronafall auftritt oder ein Familienmitglied Kontakt mit einer infizierten Person hatte, sollte der Krankenpflegeverein das wissen. Denn dann schützen sich unsere Mitarbeiter noch besser.“ So würde in solch einem Fall bei körpernahen Tätigkeiten zusätzlich zur FFP2-Maske eine Schutzbrille getragen.

MOHI: Volle Einsatzbereitschaft


Eine sehr ähnliches Bild wie bei den Krankenpflegevereinen zeichnet sich bei den Mobilen Hilfsdiensten (MOHI). Hier sind sogar noch weniger Mitarbeiter infiziert: Von den landesweit 2000 Mitarbeiterinnen sind aktuell sechs positiv auf das Coronavirus getestet worden. In den Wochen zuvor waren die Zahlen ähnlich niedrig. Deshalb gilt auch für das MOHI: „Wir bieten alle Dienstleistungen an. Unter Einhaltung der Hygieneschutzmaßnahmen wie 2,5G-Regel und dem Tragen von FFP2-Maske und Handschuhen“, sagt Simone Bemetz-Kochhafen, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Mobile Hilfsdienste. Die Klienten nehmen das Angebot des MOHI auch gerne an. Dass ein Klient aus Angst vor einer Ansteckung keine Betreuung mehr möchte, sei so gut wie gar nicht der Fall.

Keine Schließungen mehr

„Wir wollen die Dienstleistungen nicht mehr zurückfahren“, sagt Geschäftsführerin Bemetz-Kochhafen. „Aus den vorigen Wellen haben wir gelernt, dass der Schaden durch solche Maßnahmen zu hoch ist.“ Als es noch keine Impfung gab und Schutzausrüstung wie FFP2-Masken weniger vorhanden war, habe man auf behördliche Anordnung hin die Tagesbetreuungen der mobilen Hilfsdienste geschlossen. „Dadurch ist viel Leid entstanden und Angehörige wurden überlastet. Daraus haben wir alle gelernt.“

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