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PCR-Tests bereiten bundesweit Probleme

15.11.2021 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Corona-Teststationen sind ausgelastet.<span class="copyright">Hartinger</span>
Corona-Teststationen sind ausgelastet.Hartinger

Bei PCR-Test kam es zuletzt zu langen Wartezeiten auf das Ergebnis.

Ungeimpfte dürfen seit Inkrafttreten des Lockdowns um Mitternacht nur noch aus ganz bestimmten Gründen ihre Wohnung verlassen. Zur Arbeit dürfen sie gehen, dort gilt seit heute, Montag, jedoch die 3G-Regel ohne Ausnahme. Wegen Problemen bei der Covid-Testauswertung in Teilen Österreichs hatten WKÖ, Händler und Gastronomen im Vorfeld gefordert, dass statt eines Testnachweises weiter eine FFP2-Maske reicht. Tatsächlich mussten Mitarbeiter am Montag heimgeschickt werden.

Seitens der Vorarlberger Wirtschaftskammer hieß es, dass die Betriebe Verständnis für 3G zeigten und sich daran halten wollten. Zahlreiche Unternehmen hätten schon längst Maßnahmen gesetzt. Ein großes Problem sei, dass die PCR-Testinfrastruktur nach wie vor zu wünschen übrig lasse, so der Sprecher. Wie 3G sich in den Unternehmen auswirke, werde sich erst in den nächsten Tagen zeigen.

Stichprobenartige Überprüfung

Als Testnachweis gilt am Arbeitsplatz meist weiterhin ein Antigen-Schnelltest. Beschäftigte in der Nachtgastronomie, von größeren Veranstaltungen und im Gesundheitswesen sowie im Pflegebereich müssen einen negativen PCR-Test bringen. Die Arbeitgeber müssen die Nachweise stichprobenartig überprüfen, die Firmen wiederum werden von den Gesundheitsbehörden überwacht.

Ausgenommen von der 3G-Pflicht (geimpft, genesen, getestet) sind nur Personen, die nicht mehr als zwei mal 15 Minuten pro Tag Kontakt mit anderen haben und selbst das nur, wenn dieser im Freien stattfindet. Das heißt abgesehen von Förstern und Lkw-Fahrern wird es nicht viele Berufsgruppen geben, die sich 3G ersparen.

Eine Millionen Tests täglich

Laut Schätzungen des Gesundheitsministeriums benötigen wegen der 3G-Regel am Arbeitsplatz rund 1,4 Millionen Erwerbstätige regelmäßig einen Coronatest. Unter der Annahme, dass sich die Testungen je zur Hälfte auf PCR-Tests und Antigentests aufteilen, werden laut Ministerium pro Tag rund eine Million Tests für 3G am Arbeitsplatz benötigt.

Für die Testinfrastruktur sind in Österreich die Bundesländer zuständig. Bei PCR-Test kam es zuletzt, etwa an Wochenenden, zu langen Wartezeiten auf das Ergebnis. Ein PCR-Test ist ab Probenentnahme 72 Stunden lang gültig, nicht immer lag der Befund zeitgerecht vor.