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Was heute auf dem Spiel steht

15.11.2021 • 14:27 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Torjubel soll auch gegen Moldawien ein beliebtes Ritual sein
Der Torjubel soll auch gegen Moldawien ein beliebtes Ritual sein APA/EXPA/LUKAS HUTER

ÖFB-Team will gegen Moldawien die Leistung vom Israel-Spiel bestätigen.

Platz drei oder vier, eh wurscht? Die WM-Qualifikation ist hinsichtlich der Ticketvergabe in der Österreich-Gruppe gelaufen, aber trotzdem kommt dem abschließenden Match heute in Klagenfurt gegen Moldawien (20.45 Uhr) mehrfache Bedeutung zu, denn schließlich ist Katar dank der Nations League noch erreichbar. Und dessen sollte sich das Nationalteam schon vor dem Play-off als würdig erweisen.

Der Teamchef selbst versuchte am Sonntag, den Stellenwert der Partie zu pushen. „Ich kann den Satz ‘es geht um nichts‘ nicht mehr hören. Es geht um sehr viel, um die Reputation, um den Charakter einer Mannschaft, man muss jedes Spiel gewinnen wollen, diese Mentalität müssen wir haben“, sagte Franco Foda. Und auch darüber hinaus kann in dieser Begegnung eine Aussagekraft von nicht auf den ersten Blick vermutetem Ausmaß stecken.

Das WM-Play-off

Österreich ist dabei, wenn am 26. November die Paarungen für die vom 24. bis 29. März 2022 anstehende letztgültige Instanz Richtung Weltmeisterschaft ermittelt werden. Gegen Moldawien ist natürlich keine Simulation möglich, aber Foda erwähnte, mit Blick auf das Frühjahr bereits einiges auszuprobieren, ohne dabei jedoch ins Detail zu gehen. In jedem Fall könnte der eine oder andere Spieler schon eine Empfehlung in eigener Sache abgeben. Apropos Auslosung: Am 16. Dezember erfährt Österreich die Gegner in der Nations League, wo es das Team 2022 jedenfalls mit lauter A-Nationen zu tun bekommt.

Platz drei

Er ist noch möglich. Feiert Österreich gegen Moldawien einen um drei Tore höheren Sieg als Israel gegen Färöer, würde das Nationalteam noch Gruppendritter werden. Dies ist vor allem relevant für die Auslosung der Qualifikation zur Euro 2024 (Oktober 2022). Dann stünden die Chancen gut, dass Österreich aus dem zweiten Topf gezogen wird.

Die Bestätigung

Den Spielern muss bewusst sein, dass nach der ermutigenden Partie gegen Israel ein neuerlicher Rückfall verboten ist. Warum das Team in der Qualifikation nicht schon früher auf diese Weise aufgetreten ist, erklärte Foda – nicht zum ersten Mal – unter anderem mit Ausfällen wichtiger Akteure. Tatsächlich hat der für das Team unentbehrliche Marko Arnautovic in der Quali meist gefehlt. Nun geht es darum, zu zeigen, dass eine Leistung wie am Freitag die Regel sein kann und nicht die Ausnahme.

Der Teamchef

Eine weitere gute Darbietung würde Foda vermutlich vor einer vorzeitigen Ablöse bewahren. Sollte die Nationalmannschaft hingegen mit einer Enttäuschung aufwarten, würden in der ÖFB-Führung die Köpfe wieder stärker zu rauchen beginnen. Der 55-Jährige argumentierte in eigener Sache, verwies auf die erreichten Erfolge und erwähnte, dass Österreich 1998 letztmalig bei einer WM war. „Wir haben aber den Anspruch, uns jedes Mal für eine WM qualifizieren zu müssen. Deshalb ist es für mich nur schwer nachvollziehbar, warum es nur Schwarz oder Weiß gibt.“

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