Allgemein

Schulexplosion: Das ergaben die Ermittlungen

16.11.2021 • 15:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Im Oktober 2020 ereignete sich in Dornbirn eine Gasexplosion. Staatsanwaltschaft ermittelte umfangreich.

Vor mehr als einem Jahr, in der Nacht zum 18. Oktober 2020, ereignete sich an der Ausweichschule Fischbach in Dornbirn eine verheerende Gasexplosion.Die Detonation war weithin hör- und spürbar. Glasscherben und Metallstücke flogen über 100 Meter weit durch die Luft. Zwei Passanten wurden verletzt, die Schule totalzerstört.

Aus Beweisgründen eingestellt

Das Verfahren wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst eingestellt Das Verfahren wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst eingestellt worden. “Es ergaben sich keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten”, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Feldkirch, Heinz Rusch, am Dienstag auf NEUE-Anfrage mit. Die Ermittlungen richteten sich gegen einen Handwerker, der kurz zuvor in der Schule Arbeiten durchgeführt hatte. In die Länge zog sich das Verfahren wegen eines – von der Staatsanwaltschaft beantragten – zusätzlichen Gutachten eines Vorarlberger Ingenieurbüros, dessen Ausfertigung mehrere Monate in Anspruch nahm. Da kein Schuldiger gefunden wurde, können nun auch keine Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden.

Explosion an Ausweichschule Fischbach in Dornbirn: Die Rauchsäule war weitum sichtbar. <span class="copyright">Webcam karren</span>
Explosion an Ausweichschule Fischbach in Dornbirn: Die Rauchsäule war weitum sichtbar. Webcam karren

Explosionherd im Technikraum

Zunächst war angenommen worden, dass Kernbohrungen im Gebäude die Detonation verursacht haben könnten. Diese Annahme erwies sich jedoch als falsch, da alle Gasleitungen intakt waren. Schon bald stellte sich heraus, dass sich der EZunächst war angenommen worden, dass Kernbohrungen im Gebäude die Detonation verursacht haben könnten. Diese Annahme erwies sich jedoch als falsch, da alle Gasleitungen intakt waren. Schon bald stellte sich heraus, dass sich der Explosionsherd bei der Gasversorgungsanlage im Technikraum der Schule befand. Die Vorarlberger Brandermittler mussten daraufhin die Frage klären, ob der betreffende Handwerker etwas beschädigt haben könnte oder die Gastherme bereits zuvor defekt war. Um das herauszufinden, wurden Gaszähler, Gasventile und weitere Bestandteile der Anlage von Spezialisten in Wien unter Laborbedingungen untersucht. Das Ergebnis dieser Untersuchungen fassten die Ermittler in ihrem Abschlussbericht zusammen, der bereits seit Februar 2021 vorliegt.

So wird das neue Schulgebäude einmal aussehen. <span class="copyright">Netzwerk für raum und Form</span>
So wird das neue Schulgebäude einmal aussehen. Netzwerk für raum und Form

Schule wieder im Aufbau

Seit Anfang Oktober läuft der Wiederaufbau der Schule. Die Fertigstellung ist in den Semesterferien 2023 geplant. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf rund neun Millionen Euro. Abzüglich der Versicherungsleistung und verschiedener Fördermöglichkeiten wird die Stadt für die Neuerrichtung rund 1,3 Millionen Euro aufbringen müssen.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.