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SPÖ fordert als erste Partei harten Lockdown

18.11.2021 • 10:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Hofmeister

SPÖ-Chefin Sprickler-Falschlunger sieht keinen anderen Ausweg.

Im Landtag übten sich die Sprecher der Parteien noch Zurückhaltung. Sowohl von Neos, Grüne aber auch SPÖ war kein klares Bekenntnis zu einem generellen Lockdown zu bekommen. Einzig Roland Frühstück, der der Landtagssitzung aufgrund einer Corona-Erkrankung fernblieb, hatte ohne das Wort Lockdown zu verwenden, einen solchen angedeutet: „Würde es ausschließlich nach mir persönlich gehen, ich würde alles für zwei Wochen zumachen“, erklärt der ÖVP-Klubobmann gegenüber den VN.

Generell dagegen ist FPÖ-Klubobmann Christof Bitschi. Er sieht schon den Lockdown für ungeimpfte nicht ein und verlangt andere Maßnahmen, um das Pandemiegeschehen einzudämmen. Welche dies konkret sind, ließ er aber offen.

Harter Lockdown

SPÖ-Klubobmann sieht hingegen eine Problematik beim Begriff „Lockdown“. Die Maßnahmen müssen weitergehen, meinte dieser aber. Weniger zimperlich gibt sich hingegen seine Parteivorsitzenden Gabi Sprickler-Falschlunger. Sie scheint mit dem Begriff keine Probleme zu haben und fordert nun als erste Vorarlberger Politikerin einen sofortigen harten Lockdown.

„Diese Entwicklung lässt sich nicht mehr stoppen. Von den vielen jetzt Erkrankten wird ein Teil in absehbarer Zeit Intensivbetten benötigen. Die Situation gleicht einem Auto ohne Bremsen, das mit hoher Geschwindigkeit in eine schon sichtbare Wand rast“, ist die SPÖ-Landesvorsitzende überzeugt.

Als einzigen Weg aus der Krise sieht sie daher einen Lockdown: „Ein genereller Lockdown für ganz Österreich würde mit großer Wahrscheinlichkeit in wenigen Wochen die kritische Spitalssituation entlasten. Das wäre ein Hoffnungsschimmer für die Bevölkerung, vor allem aber auch für das stark belastete Spitalspersonal. Eine allgemeine Impfpflicht wäre wünschenswert, kann aber zur Entlastung der jetzigen Situation nichts beitragen.“, so Sprickler-Falschlunger weiter.

Wallner soll sich stark machen

Nun sei Landeshauptmann Markus Wallner bei der Konferenz der Landeshauptleute gefordert. Die bisherigen Aussagen Wallners, er wolle dem Lockdown-Geschrei nicht nachgeben, sieht sie nicht als problematisch. „Es ist für einen Politiker keine Schande zuzugeben, dass man sich geirrt hat! Eine Schande wäre es, wenn man wider besseres Wissen die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung gefährdet.“

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