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Offensiv bleibt Altach enttäuschend

20.11.2021 • 22:57 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Offensiv bleibt Altach enttäuschend
Atdhe Nuhiu (l.) setzte sich für einmal gegen seinen Gegenspieler durch. Es war eher die Ausnahme unter den Altacher Offensivspielern. GEPA

Altach unterliegt Rapid Wien mit 0:1, womit das Tabellenende droht.

Es ist und bleibt das Manko der Altacher in dieser Spielzeit. Und es verhindert mögliche Punktezuwächse, so wie auch im Falle gegen Rapid Wien. In ihren Offensivaktionen kommen die Rheindörfler viel zu selten zu gefährlichen Abschlüssen und damit zu der Möglichkeit auf Torerfolge. Daher genügte auch ein Gegentreffer zur 0:1-Auswärtsniederlage, womit Steffen Hofmann und Thomas Hickersberger einen gelungenen Einstand als Interimsduo beim Rekordmeister feierten.

Konzentration auf Defensive

Diesen Einstand wollte Altach-Trainer Damir Canadi mit einer Doppelsechs im Mittelfeld und einer Viererabwehrkette verhindern. Vorne sollte mit zwei Stürmern mehr Gefahr ausgestrahlt werden. Doch in den ersten Minuten lag die Konzentration auf der defensiven Stabilität. Bereits nach 18 Sekunden verhinderte Tino Casali den Einschlag nach einem Schuss von Taxiarchis Fountas.
Wie zu erwarten war, agierten die Gäste aus Vorarlberg zunächst abwartend. Das Spiel wurde den Grün-Weißen überlassen, die ersten Störversuche erst zehn Meter nach der Mittellinie angegangen. Auf Pressing wurde zunächst gänzlich verzichtet. Fountas versuchte es nach einer Viertelstunde aus der Distanz, womit Casali allerdings weniger Probleme hatte als bei dessen ersten Versuch.
Damit waren die Rheindörfler in der Begegnung angekommen, bekamen das Mittelfeld nun besser in den Griff und hatten nun auch mehr Spielanteile. Die mündlichen Anweisungen von der Seitenlinie hatten offenbar Früchte getragen. Offensiv wurde mit weiten Bällen Atdhe Nuhiu gesucht, dessen Versuche der Weiterleitung allerdings zumeist bei den Rapidlern endeten.

Offensiv bleibt Altach enttäuschend
Die Altacher waren in der Offensive einfach zu ungefährlich. GEPA

Offene Spielphase

Als nach rund einer halben Stunde Raum für eine Kontersituation vorhanden gewesen wäre, verhinderte die schwache Ballmitnahme von Manuel Thurnwald das Entstehen einer Chance. Für diese sorgte dann Noah Bischof in der 34. Minute. Der spritzte in einen weiten Ball und tunnelte Rückhalt Paul Gartler. Doch der beste Versuch wurde kurz vor der Linie entschärft.
Es war nun ein offenes Spiel, mit der nächsten Gelegenheit auf der Gegenseite. Doch Robert Ljubicic entschloss sich in Minute 41 fälschlicherweise für den Pass zur Mitte und fand damit nur den leeren Raum. Csaba Bukta offenbarte noch vor der Halbzeit das schwache Konterspiel der Gäste, als er sich viel zu früh für den Torschuss entschied. Die ungefährlichen Abschlüsse verdeutlichen sich auch in der Statistik, ging doch nur ein Versuch auf den Kasten der Rapidler.

Ausschluss nach VAR

Ein mögliches Null zu Null musste durch die Unkonzentriertheit mit Start des zweiten Durchganges verworfen werden. Die Altacher kamen nicht in die Zweikämpfe, womit sich die Hausherren durchkombinieren durften und beim Schuss von Filip Stojkovic auch das Glück auf ihrer Seite hatten. Dieser schlug zur Führung für die Wiener im langen Eck ein.

Offensiv bleibt Altach enttäuschend
Der Altacher Jungprofi Noah Bischof sah die Rote Karte. APA

Unpräzise
Offensiv blieben die Altacher weiterhin zu unpräzise. Mit der Bukta-Flanke (55.) in den Rücken wusste beispielsweise Nuhiu trotz artistischer Einlage nichts anzufangen. Nach einer Stunde musste Bischof mit der roten Karte vom Feld. Der Schiedsrichter hatte zunächst nicht einmal auf Foul entschieden, die Überprüfung durch den VAR dann eine unverständliche Entscheidung ergeben.
In Unterzahl waren die Altacher nur noch mit der Defensive beschäftigt. Dennoch war es Casali zu verdanken, dass die Niederlage nicht höher ausfiel. Direkt nach dem Ausschluss lenkte er den nächsten Versuch von Fountas noch an den Pfosten. Und in den Schlussminuten parierte der 26-Jährige einen Elfmeter von Ercan Kara.
Aktuell verbleiben die Rheindörfler noch auf dem elften Tabellenrang. Ein heutiger Punktgewinn der WSG Tirol wäre allerdings gleichbedeutend mit der Übernahme der unbeliebten roten Laterne.

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