Allgemein

Eine neue Kampagne für lokalen Einkauf

24.11.2021 • 19:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Eine neue Kampagne für lokalen Einkauf

Die Kampagne „Ländleshopper“ soll das Bewusstsein für regionalen Einkauf stärken.

Im Vorarlberger Einzelhandel sind knapp 15.000 Menschen beschäftigt, rund 870 Lehrstellen gibt es in der Branche. „Diese Arbeitsplätze können nur abgesichert und gehalten werden, wenn die Vorarlberger vor Ort einkaufen und die Kaufkraft damit im Ländle bleibt“, betonte Harald Künzle, Vorsitzender der Berufsgruppe Einrichtungsfachhandel, bei einer gestrigen Pressekonferenz. In deren Rahmen wurde die neue Kampagne „Ländleshopper“ vorgestellt. Sie soll noch gezielter auf die Vorteile des lokalen Handels aufmerksam machen.

Im Fokus der Kampagne der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Vorarlberg stehen die Kunden. Auf verschiedenen Medienkanälen – von Plakaten über Videos zu Social Media – werden diese in unterschiedlichen Situationen und Outfits gezeigt. Die Filme, die zum Start der Kampagne veröffentlicht werden, nehmen Bezug auf Weihnachten.

Eine neue Kampagne für lokalen Einkauf
Harald Künzle. Miro Kuzmanovic

„Regionales Einkaufen nützt auch jenen, die nicht direkt im Handel beschäftigt sind. Denn Handelsumsätze sind Wertschöpfung vor Ort. Damit werden Steuern und Sozialabgaben zum Nutzen der gesamten Bevölkerung bezahlt“, so Michael Tagwerker, Geschäftsführer der Sparte Handel. Und zur Kampagne meinte er: „Die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger kaufen gerne im Land – sie sind ‚Ländleshopper‘, und das wollen wir zeigen.“

Der Druck auf viele Bereiche des Handels werde nicht allein durch Onlineshops und Einkaufsplattformen immer größer, auch die Pandemie tue ihr Übriges, erklärte die Obfrau der Fachgruppe des Handels mit Mode und Freizeitartikeln, Stefanie Walser: „Daher gilt es, die Vorteile des lokalen Handels aufzuzeigen.“

Eine neue Kampagne für lokalen Einkauf
Stefanie Walser. Andorfer

Derzeit sind große Teile des Handels wieder vom Lockdown betroffen. Wie schon während der vergangenen Lockdowns bieten zahlreiche heimische Händler auch diesmal Click und Collect an, hieß es. „Mittels Onlinekauf, per Telefon oder E-Mail kann trotz Lockdown regional eingekauft werden“, so Walser. Zudem würden viele Geschäfte zusätzlich zur Abholmöglichkeit auch Lieferservice oder Postversand anbieten.

Neben Click und Collect wurde auch auf die Möglichkeit hingewiesen, Gutscheine zu erwerben. Diese seien eine ideale Alternative für Unternehmen, „die sich wieder mit der Frage beschäftigen, was sie ihren Mitarbeitenden statt einer Weihnachtsfeier schenken können“.

Eine neue Kampagne für lokalen Einkauf
Michael Tagwerker von der WKV. Mauche

Für heimische Händler immer wichtiger werde die digitale Sicherheit, hieß es. Gerade die mit den Lockdowns einhergehenden Betretungsverbote der Geschäftslokale hätten aufgezeigt, dass es zusätzlich alternative Wege für den Kundenkontakt benötigt. „Um unsere Händler bei ihrer Digitalisierung bestmöglich zu unterstützen, hat die Wirtschaftskammer Vorarlberg bereits nach dem ersten Lockdown gemeinsam mit dem Land Vorarlberg und der Wisto die Initiative Handel.Lokal.Digital ins Leben gerufen“, informierte Michael Tagwerker. Die erste Schulungswelle sei bereits abgeschlossen. Die nächsten Kurse starten mit Beginn des Jahres 2022.

Einig ist sich die Branche aber, dass die Öffnung nach dem Lockdown am 13. Dezember halten muss. Ansonsten verliere man das gesamte Weihnachtsgeschäft, wurde betont.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.