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Katze gequält: Dieses Mal Schuldspruch

01.12.2021 • 08:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Katze gequält: Dieses Mal Schuldspruch
Der Angeklagte soll eine Katze mit einem Seil an einem Schuppen angebunden haben.Shutterstock

Geldstrafe wegen Tierquälerei. 2019 wurde Angeklagter von ähnlichem Vorwurf freigesprochen.

Nach Ansicht des Richters hat der vorbestrafte Angeklagte einem Tier zwischen 25. und 28. Juni 2018 unnötige Qualen zugefügt.

Nach den gerichtlichen Feststellungen hat der damals in Lustenau lebende junge Mann einer fremden Katze ein Seil um den Hals gelegt und das andere Ende des Seil an seinem Holzschuppen befestigt.
Wegen des Vergehens der Tierquälerei wurde der vorbestrafte Angestellte mit dem Netto-Einkommen von 3000 Schweizer Franken am Dienstag am Landesgericht Feldkirch zu einer Geldstrafe von 9000 Euro (300 Tagessätze zu je 30 Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 3000 Euro (100 Tagessätze). 6000 Euro wurden für eine Probezeit von drei Jahren auf Bewährung bedingt nachgesehen.

Höchststrafe zwei Jahre

Das Urteil, das der Angeklagte annahm, ist nicht rechtskräftig. Denn Staatsanwältin Julia Müller nahm drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Die mögliche Höchststrafe wäre zwei Jahre Gefängnis gewesen. Die verhängte Geldstrafe entspricht fünf Monaten Haft.
Der 23-jährige Angeklagte bestritt den Tatvorwurf. Richter Richard Gschwenter war aber von seiner Schuld überzeugt. Der Strafrichter verwies dazu unter anderem darauf, dass beim Angeklagten bei einer Hausdurchsuchung ein Seil mit Katzenhaaren gefunden worden sei. Der Angeklagte erklärte das vor Gericht so: Seine Lebensgefährtin habe damals ein herrenloses Katzenbaby gefunden und vorübergehend mit nach Hause genommen.
Wegen eines ähnlichen Vorwurfs musste sich der Angeklagte bereits 2019 am Landesgericht verantworten. Damals wurde er von Richter Gschwenter rechtskräftig und im Zweifel von der angeklagten Tierquälerei freigesprochen. Weil der Strafrichter es nicht für erwiesen hielt, dass der Angeklagte im Juli 2018 bei einem Lustenauer Wohnhaus eine Katze mit einem Seil an einem Trampolin angebunden und das Tier so gequält hatte. Ein Hausbewohner ertappte damals den Beschuldigten nachts auf dem Grundstück. Der Angeklagte sagte, er habe als Passant das Wimmern der Katze gehört und dem Tier helfen wollen.

Mehrere Fälle gequälter Katzen

Richter Gschwenter merkte an, 2018 habe es in Lustenau mehrere Fälle mit gequälten Katzen gegeben. Seit der Angeklagte nicht mehr in Lustenau wohne, habe es weniger Vorfälle dieser Art gegeben.
Der Angeklagte sagte, er sei zwar unschuldig, akzeptiere aber seine Verurteilung. Denn er führe mittlerweile ein straffreies Leben und sorge für seine Familie.