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Großes Aufatmen in Lustenau

10.12.2021 • 21:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Lustenauer Reichshofstadion hat allmählich ausgedient. <span class="copyright">Hartinger</span>
Das Lustenauer Reichshofstadion hat allmählich ausgedient. Hartinger

Die Hoffnungen von Austria Lustenau auf den Bundesliga-Aufstieg bleiben intakt.

Es waren dunkle Wolken, die sich seit Anfang November über dem Reichshofstadion zusammengebraut haben. Der Lustenauer Weg zum neuen Stadion hätte nach einem Plan der Bundesliga ab sofort nicht mehr für eine Ausnahmegenehmigung im Lizenzverfahren gereicht. Die Austria-Traum vom Aufstieg in die Bundesliga wäre damit ausgeträumt gewesen, noch bevor eine sportliche Entscheidung gefallen wäre. Nach den neuen Bestimmungen hätte zwingend eine Baugenehmigung zum Zeitpunkt der Lizenzierung vorliegen müssen, nicht wie bisher eine Finanzierungszusage, ein begonnenes Bauverfahren inklusive eines realistischen und belegbaren Zeitplans. Theoretisch wäre eine Baugenehmigung sogar bis ins Frühjahr realisierbar gewesen, allerdings zeigt ein Blick auf die vergangenen Jahre, dass beim Stadionprojekt nicht mit einem Ideal-Verlauf zu rechnen ist, sondern aufgrund der Vielzahl an Involvierten (Politik, Verein, Anrainer) mit Verzögerungen zu rechnen ist.
Gestern wurde schließlich ein Antrag der Austria im Bundesliga-Aufsichtsrat und in der Hauptversammlung angenommen, der die nächste Stufe der Infrastrukturoffensive inklusive Verschärfungen erst ab der Saison 2022/23 in Kraft treten lässt.

Finanzierung und Anrainer

„Wir sind froh über die Entscheidung. Aber wir sind uns bewusst, dass wir trotzdem viele Hausaufgaben zu erledigen haben, um die aktuellen Anforderungen zu erfüllen. Es wird ein Knochenjob“, ist sich Austria-Vorstandssprecher Bernd Bösch sicher.
Nächster Grundstein für den Neubau wird die Finanzierungszusage des Landes, die am kommenden Dienstag erfolgen soll, und derer sich sowohl Gemeinde als auch Verein inzwischen sehr sicher sind. Dann geht es am 20. Dezember weiter mit einer Informationsveranstaltung für die betroffenen Anwohner, deren Wünsche und Sorgen noch vor der Bauverhandlung gehört werden sollen. „Wir möchten von Anfang an gegenüber den Anrainern die nötige Transparenz zeigen. Wir wissen, dass das Projekt nur mit breiter Zustimmung umgesetzt werden kann“, sagte Bösch.
Die Verhandlung soll schließlich im Jänner durchgeführt werden, um den Zeitplan bis zur Lizenzierung im Frühjahr abzuschließen. Und dann gilt es darauf zu hoffen, dass der Bundesliga das Vorgelegte reicht und eine Lizenz erteilt wird. Ein möglicher Baubeginn wird im Jahr 2023 angepeilt, die Fertigstellung des Reichshofstadions neu könnte 2024 stattfinden – im Idealfall mit einem Bundesligaspiel.

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