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„Fein 7 Stuonobach“ im Dezember geschlossen

13.12.2021 • 18:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Mutter-Sohn-Duo Ulrike und Dominik Nerz betreibt seit einem Jahr gemeinsam das „Fein 7 Stuonobach“ in Dornbirn. <span class="copyright">Stiplovsek</span>
Das Mutter-Sohn-Duo Ulrike und Dominik Nerz betreibt seit einem Jahr gemeinsam das „Fein 7 Stuonobach“ in Dornbirn. Stiplovsek

Corona-Maßnahmen machen Verantwortlichen zu schaffen.

Das erst im Juli 2020 neu eröffnete Restaurant „Fein 7 Stuonobach“ im Dornbirner Gewerbezentrum Steinebach wird trotz Ende des Lockdowns im Dezember 2021 noch gänzlich geschlossen bleiben. Darüber informierten die beiden Betreiber Ulrike und Dominik Nerz in einem Schreiben an die Kunden, das auch auf der Internetseite des Gastronomiebetriebes abrufbar ist.

Fehlende Unterstützung

In dem Schreiben gehen die beiden Gastgeber und Gastronomen mit der Corona-Politik der Regierung hart ins Gericht. Unter anderem berichten sie, dass sie von den staatlichen Unterstützungsmaßnahmen aufgrund des jungen Alters ihres Unternehmens kaum profitieren konnten und ein weiterer Einsatz von Eigenkapital fast nicht mehr zu vertreten sei.

In Kalkulation berücksichtigt

Unter anderem ist zu lesen: „Seit nunmehr knapp zwei Jahren arbeiten wir täglich konsequent und mit all unserer Leidenschaft daran, mit unserem „Fein 7“ einen ganz besonderen Platz zu schaffen. Wir tun das mit allen den uns gegebenen Möglichkeiten, dem nötigen Sachverstand und einem Konzept, das erwiesenermaßen funktioniert. Unsere wirtschaftliche Existenz hängt davon ab, dass alle drei Geschäftsbereiche funktionieren und vor allem bedient werden dürfen. Als vorausschauende Unternehmer/in war es uns durchaus bewusst, mit gewissen Einschränkungen von Regierungsseite rechnen zu müssen. Diesen Faktor haben wir zusätzlich in unserer betrieblichen Kalkulation berücksichtigt und budgetiert. Mittlerweile befinden wir uns im 3. Lockdown.“

Im Dezember bleibt das Dornbirner Lokal geschlossen.<span class="copyright"> Stiplovsek</span>
Im Dezember bleibt das Dornbirner Lokal geschlossen. Stiplovsek

Bisher sei man jeden einzelnen vorgegebenen Schritt mitgegangen. „Wie gastronomische Marionetten mussten wir uns gefühlt alle paar Wochen neu erfinden, um den jeweils herrschenden Coronagesetzgebungen gerecht zu werden“, heißt es in dem Schreiben weiter. Jeder dieser einzelnen Schritte habe „eine mehr oder weniger einschneidende Umstrukturierung unserer Betriebsabläufe, zusätzliche Kosten und drastische Einbußen hinsichtlich unserer Einnahmen“ bedeutet.

Zukunftsperspektive entzogen

Um die Liquidität weiter zu sichern, habe man den Eigenkapitaleinsatz weiter erhöht. Eine solche Vorgehensweise habe unter unternehmerischen Gesichtspunkten irgendwann eine Grenze und rechtfertige sich rein wirtschaftlich nur, wenn eine gute Zukunftsperspektive voranstehe. „Diese wird unserer Branche durch politische Entscheidungen nachhaltig entzogen“, so Ulrike und Dominik Nerz. Dem Gastrobetrieb sei „aufgrund des politischen Geschachers jegliche Planungsgrundlage entzogen“ worden; egal ob in der Warenwirtschaft, in der personellen Planung oder in der Abschätzung der Gästefrequenz.

Dank an Vermieterin

Nichtsdes­totrotz suche man mit Nachdruck an zukunftsfähigen Lösungen für das „Fein 7“, so die beiden Gastgeber. Der Vermieterin des Lokals, der FM Hämmerle Holding, wurde großer Dank ausgesprochen. „Sie stellt sich in diesen schweren Zeiten als wahrer Partner an unsere Seite.“

Günther Bitschnau/wpa

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