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Omicron: Firmenname wie eine Virusmutation

17.12.2021 • 19:38 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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Hartinger

In Klaus trägt ein Unternehmen den gleichen Namen wie die Virusmutation.

Wer den Namen Omikron hört, denkt dieser Tage unweigerlich an das Coronavirus. Dank der Pandemie ist der 15. Buchstabe des griechischen Alphabets weltweit ein Begriff geworden, der nicht unbedingt positiv konnotiert ist.
Die Virusmutation, die vor wenigen Wochen erstmals in Südafrika entdeckt wurde und sich mittlerweile auch den Weg nach Europa gebahnt hat, gilt als weitaus ansteckender als die bisherige Deltavariante. Aus diesem Grund hat das Land Vorarlberg unter anderem beschlossen, alle Personen, die in Kontakt mit einem Omikron-Infizierten kommen, automatisch als K1-Person einzustufen und in Quarantäne zu schicken. Ein Freitesten ist nicht möglich und eine Aufhebung der Absonderung erst 14 Tage nach dem Kontakt nach Vorlage eines negativen PCR-Tests.
Dies könnte dazu führen, dass für so manchen das Weihnachtsfest aufgrund der Isolation eher einsam werden wird. Kurzum: Der griechische Buchstabe Omikron löst in der Bevölkerung derzeit keine positiven Gedanken aus.

Seit 37 Jahren Omicron

Doch Omikron ist nicht nur ein Buchstabe oder eine Virusvariante. Es ist auch der Firmenname eines Vorarlberger Unternehmens, das in der Branche der elektrischen Energieversorgung als Anbieter von hochwertigen Prüf- und Diagnoselösungen für elektrische Anlagen bekannt ist.
„Es ist ein unglücklicher Zufall, dass die neueste Variante des Covid-19-Virus den Namen Omikron trägt. Es gibt nichts, was wir gegen diese, hoffentlich kurzlebige, Konnotation tun können, außer uns auf unsere Mission zu konzentrieren und unsere Kunden weiterhin bestmöglich zu bedienen. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um allen, die von dem Virus betroffen sind, unser Mitgefühl auszusprechen“, bezieht das Klauser Unternehmen auf seiner Homepage dazu Stellung.

Gründer Rainer Aberer benannte seine Firma im Jahr 1984 nach dem 15. griechischen Buchstaben. Er traf diese Wahl, da die griechischen Buchstaben weltweit in der Mathematik verwendet werden und eine starke technische Bedeutung haben, ist auf der Homepage zu lesen.
Die negative Besetzung des Firmennamens hat aber auf die Beziehungen zu den Kunden des Technik-Unternehmers keinen Einfluss.
„Negative Auswirkungen auf unser Kerngeschäft sind uns aber nicht bekannt. Im ersten Moment war das natürlich nicht erfreulich, aber in den Kundeninteraktionen gibt es keine Nachteile. Im Vergleich mit all den Problemen, die diese Pandemie mit sich bringt, ist unsere Namensgleichheit wirklich vernachlässigbar“, sagt Unternehmenssprecher Benno Gratt.

Keine Umbenennung.

Eine Umbenennung kam von Beginn an nie in Frage. „In keiner Weise. Wir tragen den Namen seit 37 Jahren, und im Bereich der elektrischen Energiewirtschaft sind wir als Anbieter für hochklassige Lösungen mit unserem Namen weltweit bekannt. Die Kunden wissen, dass wir ein sehr verlässlicher Partner sind“, erklärt Gratt.
Somit ist die Namensgleichheit zwar „ein unglücklicher Zufall“, einen Nachteil am Markt hat die Firma auch aufgrund ihrer Spezialisierung aber nicht zu befürchten.

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