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Ehefrau gewürgt: Ein Jahr unbedingte Haft

20.12.2021 • 17:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Hartinger

Vorbestrafter 35-Jähriger wieder gewalttätig gegen Gattin.

Der geständige 35-Jährige hat im Jänner in der gemeinsamen Wohnung im Bezirk Bludenz seine 32-jährige Ehefrau gewürgt und dabei leicht verletzt. Zudem hat der in Vorarlberg geborene Türke seiner inzwischen getrennt von ihm lebenden Gattin im November drei Mal damit gedroht, sie umzubringen.

Dafür wurde der mit neun Vorstrafen belastete Angeklagte am Montag in der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch zu einem Jahr Haft verurteilt. Das Urteil von Richter Christoph Stadler, mit dem der von Stefan Denifl verteidigte Angeklagte und Staatsanwalt Markus Fußenegger einverstanden waren, ist bereits rechtskräftig. Der Schuldspruch erfolgte wegen des Verbrechens der versuchten schweren Körperverletzung und der Vergehen der gefährlichen Drohung. Die Strafdrohung betrug sechs Monate bis fünf Jahre Haft.

Mildes Urteil

Bei der Strafbemessung sei er am untersten Rand des Strafrahmens geblieben, sagte der Strafrichter in seiner Urteilsbegründung. Der Angeklagte habe bereits neun Vorstrafen. Wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung habe er 2018 eine dreimonatige Freiheitsstrafe verbüßt. Und er sei schon einmal wegen Gewalt gegen seine Frau verurteilt worden.

Wenn er seine Frau noch etwas länger gewürgt hätte, wäre sie daran gestorben, sagte der Richter zum Angeklagten. Dann müsste er sich wegen Mordes in einem Geschworenenprozess verantworten. Bei dem Vorfall im Jänner habe er seine Gattin einige Sekunden lang stark gewürgt. Sie habe dadurch ein Würgemal erlitten und eine Woche lang Beschwerden beim Schlucken und mit ihrer Stimme gehabt.

Die 32-jährige Frau machte als Gattin des Angeklagten vor Gericht von ihrem Recht Gebrauch, als Zeugin nicht mehr auszusagen. Damit durften ihre belastenden polizeilichen Angaben nicht mehr verwertet werden. Aber schon zu Beginn der Gerichtsverhandlung hatte sich der reumütige Angeklagte schuldig bekannt.

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