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Boostern und testen als Strategie

21.12.2021 • 19:04 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die Booster-Impfung gilt nach wie vor als bester Schutz gegen die Omikron-Variante.   <span class="copyright">Hartinger</span>
Die Booster-Impfung gilt nach wie vor als bester Schutz gegen die Omikron-Variante. Hartinger

„Sicher durch die Feiertage“ war das Thema im Pressefoyer.

Die kommenden Weihnachtsfeiertage mit den dazu gehörenden Familientreffen und Verwandtenbesuchen stellen in Pandemiezeiten ein nicht unerhebliches Risiko dar. Daher stand das gestrige Pressefoyer nach der Regierungssitzung unter dem Motto „Sicher durch die Feiertage“. Vorneweg: Boostern und testen lautet die Strategie, mit der das Land über die kritischen Tage kommen will.

Es ist die Omikron-Variante, die derzeit nicht nur weltweit sondern auch Landeshauptmann Markus Wallner Sorgen bereitet. „Was passiert mit Omikron, was können wir tun und wie können wir uns vorbereiten“, sind die Fragen, die man sich derzeit stelle. In Vorarlberg gibt es aktuell sechs bestätigte Omikron-Fälle, von denen einer im Landeskrankenhaus Feldkirch festgestellt wurde. Dort ist eine Auswertung wie berichtet mittlerweile möglich. Derzeit werden alle positiven Fälle auf Omikron getestet, informierte Wallner.

Christian Gantner, Jürgen Rehak, Alexander Kappaurer, Carina Pollhammer und Markus Wallner. (v.l.).  <span class="copyright">VLK/Serra</span>
Christian Gantner, Jürgen Rehak, Alexander Kappaurer, Carina Pollhammer und Markus Wallner. (v.l.). VLK/Serra

In Hinblick auf die Feiertage meinte der Landeshauptmann, dass man davon ausgehen müsse, dass Familientreffen stattfinden werden. Neben den allgemeinen Hygieneregeln helfe im Kampf gegen Omikron derzeit vor allem die dritte Impfung, betonte er. „Wir müssen dabei aber schauen, dass wir nicht zu langsam sind“, fügte er hinzu.

Zugleich appellierte Wallner an die Bevölkerung, vor einem Familientreffen zu Weihnachten einen PCR-Test zu machen. 53 Apotheken und 119 Lebensmittelmärkte von Spar und Sutterlütty stünden dabei zusätzlich zur Verfügung. Die anwesenden Geschäftsführer von Spar und Sutterlüty Carina Pollhammer und Alexander Kappaurer äußerten ihre Freude darüber, ihren Beitrag leisten zu können.

“Mit Test zum sicheren Fest”

„Ich möchte Ihnen Weihnachten nicht verderben“, stellte Sicherheitslandesrat Christian Gantner fest, aber es brauche Spielregeln. „Mit Test zum sicheren Fest“, gab er als Motto aus, um die nach wie vor angespannte Situation in den Spitälern nicht weiter anzuspannen. Er wies darauf hin, dass an den Feiertagen auch Ungeimpfte mit bis zu zehn Personen zusammentreffen können und die 23-Uhr-Sperrstunde zu Silvester aufgehoben wird. In Hinblick auf die Tests betonte Gantner, dass sie keine Alternative zum Impfen seien, aber eine wichtige Unterstützung – für Geimpfte genauso wie für Ungeimpfte.

So gebe es in den Gemeinden weiterhin gratis Antigen-Tests und die Kapazitäten in den acht Landesteststationen seien ausgebaut worden. Derzeit werden dort fast 40.000 Tests pro Woche durchgeführt. Die Stationen sind auch über Weihnachten und Silvester geöffnet. PCR-Gurgel-Selbsttests gebe es hingegen in den Apotheken und Supermärkten. Pro Woche werden dort im Schnitt 11.500 Proben abgegeben. Der stärkste Wochentag ist der Montag. Seit Beginn dieser Aktion wurden knapp 80.000 Tests ausgewertet.

Die PCR-Gurgel-Selbsttests gibt es in Apotheken und Supermärkten.    <span class="copyright">Sutterlütty</span>
Die PCR-Gurgel-Selbsttests gibt es in Apotheken und Supermärkten. Sutterlütty

Gantner informierte auch darüber, das ab kommenden Montag ein „Lab Truck“ zum Einsatz komme, ein mobiles Labor einer Partnerfirma, das allerdings nichts mit dem in Tirol in Verruf gekommenen Unternehmen zu tun habe. In der Ausbauphase seien da bis zu 10.000 Tests pro Tag möglich.

Apotheken

Der Präsident der Vorarlberger Apothekerkammer Jürgen Rehak erklärte eingangs, dass 94 Prozent der Apotheker geimpft seien: „Das macht deutlich, wo diese Berufsgruppe steht.“ Bei der Teststrategie des Landes sei man schon früh dabei gewesen, betonte er. 30 der 53 Apotheken, die derzeit tes­ten, würden auch Antigen-Tests anbieten. Aktuell hätten die Apotheken ein wöchentliches Testaufkommen von 25.000 bis 30.000, so der Apothekerkammer-Präsident. Die anfängliche Situation mit den zu geringen Laborkapazitäten habe sich mittlerweile entspannt, informierte er. Sollte es nötig sein, die Testkapazitäten auszuweiten, „sind wir dazu in der Lage“.

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