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Kekse als Dank für den Dienst an Weihnachten

23.12.2021 • 21:48 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Sitzt auch zu Weihnachten am Steuer der Lok: Mathias Posch. <span class="copyright">ÖBB/Sturm</span>
Sitzt auch zu Weihnachten am Steuer der Lok: Mathias Posch. ÖBB/Sturm

Mathias Posch aus Braz ist am 24. Dezember bei den ÖBB als Triebfahrzeugführer im Dienst.

So mancher und so manche dürfte heute noch mit den letzten Besorgungen für den Heiligen Abend beschäftigt sein. Mathias Posch aus Braz ist dagegen als Triebfahrzeugführer auf dem Schienennetz der ÖBB in Vorarlberg für die Kundinnen und Kunden im Einsatz. Bereits um 6. 30 Uhr beginnt der Dienst des 40-Jährigen, der seine Karriere 1996 als Lehrling im damaligen Lehrberuf Betriebselektriker in der ÖBB-Lehrwerkstätte (damals noch in Feldkirch, seit 2020 in Bludenz) begonnen hat.

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ÖBB/Sturm

Nach der Lehre hat Posch seinen Traum wahr werden lassen und ist mit der Ausbildung zum Triebfahrzeugführer bei den Bundesbahnen in die Fußstapfen seines Vaters getreten, der bis zum Jahr 2009 ebenfalls als Triebfahrzeugführer bei den ÖBB im Einsatz war. „Dieser Job hat mich schon immer fasziniert, denn ich bin leidenschaftlich gerne unterwegs. Natürlich bedingt diese Arbeit auch, dass man dann im Dienst ist, wenn andere ihre Freizeit genießen, so wie bei mir am 24. Dezember. Aber ich mache das sehr gerne“, sagt der Brazer. Außerdem müsse man den Beruf über das ganze Jahr betrachten. Als Ausgleich habe er schließlich dann frei, wenn andere wieder zur Arbeit müssen.

Einmal kurz hupen

Es macht ihm daher nichts aus, dass er am 24. Dezember am Steuer eines Triebwagens sitzt. „Ich hatte schon öfter an diesem Tag Dienst. Das hat mich noch nie gestört. Außerdem steht ja nirgendwo geschrieben, dass das Christkind genau um 16 Uhr kommen muss. Mein Dienst dauert bis circa 17 Uhr, danach ist auch für mich und meine Familie Weihachten“, erzählt Posch. Gerade für seinen zweieinhalbjährigen Sohn ist Weihnachten ein besonderes Ereignis. „Er wartet sicher, wie immer, am Fenster sehnsüchtig darauf, dass ich mit dem Zug in Braz vorbeifahre. Ich hupe immer einmal kurz, damit er weiß, dass ich bald nach Hause komme. Heuer erzählt er sicher seiner kleinen Schwester, dass der Papa bald nach Hause kommt und das Christkind dann auch nicht mehr lange auf sich warten lässt“, freut sich der Triebfahrzeugführer auf das Weihnachtsfest mit seiner Familie.

Frau klopfte ans Fenster

Wer an Weihnachten arbeitet, der hat auch einiges zu berichten. Ein Erlebnis am Heiligen Abend ist ihm ganz besonders in Erinnerung geblieben. „Ich bin mit dem Zug gerade am Bahnhof in Götzis eingefahren, als eine Dame an mein Fenster geklopft hat. Ich dachte zuerst, sie wollte mich etwas fragen. Als sie mir aber dann selbstgebackene Kekse als Dankeschön geschenkt hat, dass ich auch am Heiligen Abend für die Reisenden unterwegs bin, hat mich das wirklich sehr berührt. Diese Bestätigung, dass jemand das wertschätzt, was wir machen, war eine außergewöhnlich nette Geste von der Dame“, sagt Posch, der zu Silvester übrigens frei hat und den Jahreswechsel mit seiner Familie verbringen kann.

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