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Wieder Haftstrafe für rückfälligen Teenager

12.01.2022 • 19:26 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Jugendliche wurde erneut verurteilt.    <span class="copyright">Shutterstock</span>
Der Jugendliche wurde erneut verurteilt. Shutterstock

Rechtskräftig zehn Monate Gefängnis für vorbestraften 15-Jährigen wegen räuberischen Diebstahls von Rauschgift.

Im September 2021 wurde der 15-Jährige am Landesgericht Feldkirch wegen gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahls, Betrugs, versuchter Körperverletzung und anderer Delikte zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Davon betrug der unbedingte, zu verbüßende Teil drei Monate.

Zwei Monate später beging der Teenager nach den gerichtlichen Feststellungen im Bezirk Bludenz das Verbrechen des räuberischen Diebstahls. Dafür wurde über den mit einer einschlägigen Vorstrafe belasteten Untersuchungshäftling am Mittwoch am Landesgericht rechtskräftig eine Haftstrafe von zehn Monaten verhängt. Die mögliche Höchststrafe für den Jugendlichen wäre zweieinhalb Jahre Gefängnis gewesen.

Reumütig geständig

Der reumütig geständige Angeklagte hat im November 2021 eine unversperrte Wohnung betreten und dort fünf Gramm Marihuana und ein Klappmesser gestohlen. Er stieß die Mutter des 17-Jährigen, von dem er die Drogen ursprünglich kaufen wollte, gegen eine Tür und flüchtete über den Balkon.
Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten vor, er habe in der Wohnung weitere 127 Gramm Marihuana im Wert von 1270 Euro räuberisch gestohlen. Das Glas mit den Drogen sei auf dem Fluchtweg gefunden worden. Der Angeklagte bestritt diesen Vorwurf mit Erfolg.

Schuldig gesprochen wurde der 15-Jährige auch wegen versuchter Anstiftung zur falschen Zeugenaussage sowie wegen falscher Zeugenaussage und versuchter Begünstigung. Demnach wollte er, dass seine Freundin ihm vor der Polizei ein falsches Alibi für den räuberischen Diebstahl gibt. Zudem sagte er im Februar 2021 in einem Strafprozess um Einbruchsdiebstähle am Landesgericht falsch aus: Der Zeuge nahm seine belastenden polizeilichen Angaben gegen mehrere Angeklagte in der Hauptverhandlung zurück.

Die Staatsanwältin sagte im Prozess am Mittwoch, gegen den 15-Jährigen sei ein Ermittlungsverfahren wegen einer Vielzahl an Straftaten anhängig.