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Von Rheintal-Mitte zu Dornbirn-Süd

13.01.2022 • 19:01 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Drei-Jahres-Projekt geht in die Schlussphase. Im Februar wird geöffnet.<span class="copyright"> Klaus Hartinger</span>
Das Drei-Jahres-Projekt geht in die Schlussphase. Im Februar wird geöffnet. Klaus Hartinger

Im Februar wird der neue Autobahnanschluss im Süden Dornbirns freigegeben. Das bringt eine Namensänderung mit sich.

Es geht auf die Zielgerade beim Projekt der Autobahnanschlussstelle Rheintal-Mitte. Neue Verkehrsschilder entlang der A14 und an allen Zufahrtsstraßen sind bereits aufgestellt, aber noch abgedeckt. Denn die neue Auf- und Abfahrt bringt eine Namensänderung mit sich. Die bisher als Rheintal-Mitte betitelte Anschlussstelle wird künftig Dornbirn Süd heißen. Aus der jetzigen Anschlussstelle Dornbirn Süd – das ist jene bei der Messekreuzung – wird dann Dornbirn West. „Diese Information stimmen wir aktuell noch mit den Navi-Herstellern ab, damit es dort zu keinen Missverständnissen kommen kann“, informiert Asfinag-Sprecher Alexander Holzedl dieser Tage.

Ende Februar angepeilt

Bis zur Fertigstellung der Autobahnauffahrt dürften nur noch wenige Wochen vergehen. Die Lastenstraße, die nun „An der Fuhr“ heiß, wurde bereits für den Verkehr freigegeben und verbindet nun das Messeareal mit der neuen Anschlussstelle. Ende Februar ist angepeilt, dann soll das drei Jahre andauernde Großprojekt abgeschlossen werden. Etwa zwei Monate später als ursprünglich geplant. „Die größte Herausforderung war vor allen Dingen der Baugrund. Dabei handelt es sich um nassen Lehm mit organischen Einschlüssen. Dazu kamen natürlich Verzögerungen durch die Covid-Pandemie. So gab es etwa Lieferprobleme bei einigen Materialien“, resümiert Holzedl. Darüber hinaus sorgte etwa der Anbau an die Bestandstragwerke für Probleme. Damit ausreichend Platz für die Abbiegespuren ist, mussten Brücken und eine Unterführung verbreitert werden.


2021 wurden insbesondere die Arbeiten direkt an der Anschlussstelle durchgeführt. Die großen Maschinen sind daher mittlerweile abgezogen. Gleichzeitig haben die Straßenmarkierer haben ihre Arbeit aufgenommen. Auch die Ampelanlage an der Schweizerstraße steht. Nach einer kurzen Pause über Weihnachten und den Jahreswechsel wird aktuell wieder weiter gearbeitet. Stets ist das Unterfangen Wetterabhängig. „Unter anderem müssen jetzt noch Leitschienen, Leitwände und Geländer montiert, die Entwässerungsmulden finalisiert und die Gewässerschutzanlage in Betrieb genommen werden“, teilt Holzedl mit.
Nach der Verkehrsfreigabe stehen noch weitere Komplettierungsarbeiten an, „vor allen Dingen was ökologische Begleitmaßnahmen betrifft.“

Entlastung für Anrainer

ie Gewerbegebiete Dornbirn Wallenmahd, Bobletten und Hohenems Klien zählen zu den größten Betriebsgebieten in Vorarlberg. Zahlreiche Lkw-Fahrten belasten seit Jahren die betroffenen Anrainer in Dornbirn und Hohenems.
Mit dem neuen Autobahnanschluss und der neuen Lastenstraße sollen die Ortsgebiete entlastet werden – und zwar um mindestens 600 Lkw-Fahrten täglich. Zusammen mit dem Land Vorarlberg und den Gemeinden Dornbirn, Hohenems und Lustenau wurde nicht nur die neue Anschlussstelle geplant, sondern auch Verbesserungen im niederrangigen Streckennetz vorgesehen.

Keine Verbindung in die Schweiz

Zwar handelt es sich bei der neuen Autobahnanschlussstelle um einen sogenannten Vollanschluss, dennoch gibt es gewisse Einschränkungen. Da die grenznahen Schweizer Ortschaften und auch dort ansässige Grundstückseigentümer zusätzlichen Verkehr unbedingt verhindern wollen, ist es nicht möglich von Bregenz kommend nach der Abfahrt in Richtung Schweiz abzubiegen. Das gilt für den gesamten motorisierten Verkehr. Auch umgekehrt ist es nicht möglich vom Kreisverkehr nahe der Schweizer Grenze Schmitter in Richtung Bregenz auf die Autobahn aufzufahren. Eine Verkehrsinsel soll das verhindern.

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