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Anklage: An einem Abend zwei Überfälle

18.01.2022 • 15:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Noch gibt es kein Urteil. Shutterstock

Vorarlberger soll an einem Tag in Lindau fünf Straftaten begangen haben. Vorbestrafter 23-Jähriger bestreitet Vorwürfe.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft Feldkirch hat der angeklagte Vorarlberger an einem Tag in Lindau gleich fünf Straftaten begangen. Dem mit acht Vorstrafen belasteten 23-Jährigen aus dem Bezirk Bregenz wird in der Anklageschrift vorgeworfen, er habe dort am 28. Dezember 2020 zwei gescheiterte Raubüberfälle, einen versuchten Einbruchsdiebstahl in einen Feuerwerkscontainer, einen versuchten Handtaschendiebstahl und einen Geldtaschendiebstahl verübt.

Im Schöffenprozess unter dem Vorsitz von Richter Richard Gschwenter am Landesgericht Feldkirch erging in der ersten Verhandlung noch kein Urteil. Die Hauptverhandlung wurde zur Einvernahme weiterer Zeugen vertagt. Der angeklagte Untersuchungshäftling sagte, er sei nicht schuldig. Verteidiger Thomas Raneburger beantragte einen Freispruch. Am schwersten wiegt der Vorwurf des versuchten Raubes in zwei Fällen. Für den Fall eines Schuldspruchs beträgt der Strafrahmen ein bis zehn Jahre Gefängnis. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.

Raubversuche

Dem Angeklagten wird vor allem zur Last gelegt, er habe an jenem Dezemberabend in der deutschen Stadt am Bodensee zwei Mal einen Raub versucht. Demnach soll er bei einem Gerangel mit einem Passanten erfolglos versucht haben, ihm 300 Euro wegzunehmen. Dabei soll er damit gedroht haben, er führe eine Pistole mit sich. Danach, so die Anklage, habe der Handwerker mit der Behauptung, er habe eine Pistole unter seiner Kleidung, in einem Tankstellenshop versucht haben, 400 Euro zu rauben.

An zwei Tatorten wurden DNA-Spuren des vorbestraften Vorarlbergers sichergestellt: auf der Kleidung des überfallenen Passanten und am Türgriff eines Autos, das Schauplatz eines der Diebstähle gewesen sein soll. Der Angeklagte erklärte vor Gericht seine DNA-Spuren so: Vielleicht sei er im Bus zufällig neben dem Mann gesessen und habe ihn dabei berührt. Und den abgestellten Pkw habe er beim Vorbeigehen auf dem Parkplatz wohl unabsichtlich gestreift.

Am Tag der angeklagten Taten habe er sich zwar in Lindau aufgehalten, räumte der 23-jährige Vorarlberger ein. Er habe allerdings ein Alibi dafür, dass er nicht der Täter sei. Denn er habe sich bei der Geburtstagsfeier seiner Freundin aufgehalten. Die Feier habe in der Lindauer Wohnung des Stiefvaters seiner Freundin stattgefunden. Die Partygäste könnten das bezeugen, sagte er.