Allgemein

Huppenkothen führt Vier-Tage-Woche ein

18.01.2022 • 19:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Baumaschinenhändler hat seinen Sitz in Lauterach.   <span class="copyright">Hartinger</span>
Der Baumaschinenhändler hat seinen Sitz in Lauterach. Hartinger

Lauteracher Baumaschinenhändler schraubt Wochenarbeitszeit – bei gleichbleibendem Gehalt – auf 35 Stunden runter.

Konkret bekommen die Mitarbeitenden – ausgenommen die Lehrlinge – die Möglichkeit, ab Februar bei gleichbleibendem Gehalt ihre Wochenarbeitszeit von derzeit 38,5 auf 35 Stunden an vier Arbeitstagen zu reduzieren. Die Huppenkothen-Geschäftsführer Martin Hofer und Wolfgang Rigo betonen dabei, dass die Belegschaft die Wahlfreiheit habe, entweder in das neue System zu wechseln oder aber im gleichen Umfang wie bisher zu arbeiten. Ebenso könne man unter Einhaltung einer Vorlaufzeit wieder wechseln. Die Vorbereitungen für die Umsetzung der Vier-Tage-Woche seien abgeschlossen, so Rigo.

70 Prozent wollen reduzieren. Mittlerweile hätten sich 70 Prozent der rund 300 Mitarbeitenden der Huppenkothen GmbH für einen Wechsel in die Vier-Tage-Woche entschieden. Die Pilotphase läuft vorerst einmal bis Ende 2022. Sollte sich das System bewähren, so werde man es beibehalten. Als Voraussetzung nannte Rigo den Umstand, dass die Kunden von der Vier-Tage-Woche nichts bemerken dürfen und die gleiche Service- und Betreuungsqualität wie bisher erhalten. Das gelte auch in Zeiten mit vermehrter Kundennachfrage.

Work-Life-Balance

Durch die Reduzierung der Arbeitsstunden bei gleichbleibendem Gehalt bekommt das Personal de facto eine Gehaltserhöhung von 9,3 Prozent. Rigo sagt, dass die Initiative dafür vom Unternehmen beziehungsweise von der Geschäftsführung ausgegangen sei. Es gebe dafür mehrere Gründe: Einerseits reagiere man damit auf eine sich verändernde Lebens- und Arbeitskultur, bei der die Work-Life-Balance für die Menschen eine große Rolle spiele, sagte Rigo. Andererseits erwarte man sich dadurch auch wesentliche Erleichterungen bei der Personalsuche. Denn Huppenkothen sei dann als Arbeitgeber deutlich attraktiver als Unternehmen mit einer Fünf-Tage-Woche. So gesehen sei die Vier-Tage-Woche auch ein wichtiges Recruiting-Instrument.

Verlängerte Wochenenden

Das System sei rollierend aufgesetzt, sodass Mitarbeitende, die in der ersten Woche des Monats am Montag frei haben, in der folgenden Woche am Dienstag zu Hause bleiben können – und so weiter. Somit ergebe sich alle fünf Wochen ein verlängertes Wochenende von Freitag bis Montag, da die sechste Woche wieder mit einem freien Montag starte.

Huppenkothen ist auf Handel, Vermietung und Service von Klein- und Kompaktbaumaschinen der japanischen Marke Takeuchi spezialisiert. Als Generalimporteur ist Huppenkothen mit eigenen Filialen in Österreich, der Schweiz und Südtirol vertreten. Günther Bitschnau/wpa

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.