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Gewalttaten ohne Erfolg bestritten

20.01.2022 • 16:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Gewalttäter wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.  <span class="copyright">Symbolbild Shutterstock</span>
Der Gewalttäter wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Symbolbild Shutterstock

Angeklagter verletzte nach Ansicht der Richterin einen 26-Jährigen schwer und dessen Lebensgefährtin leicht.

Der 24-jährige Angeklagte fügte dem 26-Jährigen nach den gerichtlichen Feststellungen mit einem seiner Faustschläge einen Knochenbruch im Gesicht und damit eine schwere Verletzung zu und dessen 22-jährigen Lebensgefährtin mit einem Stoß einen Daumenbruch und so eine leichte Verletzung.

Dafür wurde der unbescholtene Arbeitslose am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch zu einer teilbedingten Geldstrafe von 2160 Euro (540 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt. Davon beträgt der dem Gericht zu bezahlende Teil 1080 Euro. Als Schadenersatz hat der Österreicher mit türkischen Wurzeln den Geschädigten 3200 Euro zukommen zu lassen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, denn der Angeklagte und die Staatsanwältin nahmen drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Der Strafrahmen für das Verbrechen der schweren Körperverletzung belief sich auf sechs Monate bis fünf Jahre Haft. Die verhängte Geldstrafe entspricht neun Monaten Haft.

Falsche Zeugenaussage

Die Strafrichterin stützte sich auf die belastenden Angaben der beiden Verletzten und eines 23-jährigen Zeugen. Der 23-Jährige hatte vor der Polizei noch behauptet, der mit ihm befreundete Angeklagte sei unschuldig. Die Staatsanwaltschaft wird nun gegen ihn wegen falscher Zeugenaussage und versuchter Begünstigung ermitteln.

Verteidiger Lukas Burger beantragte einen Freispruch. Denn sein Mandant bestritt die Anklagevorwürfe. Der Angeklagte sagte, es habe keine mit ihm vereinbarte Aussprache vor dem Haus des 26-Jährigen gegeben. Die Verletzungen hätten sich sein ehemaliger Freund und dessen Lebensgefährtin wohl gegenseitig zugefügt. Er sei am Tag des Vorfalls nur deshalb in dem Unterländer Mehrparteienhaus gewesen, um dort einen Kollegen abzuholen.

Die Polizei erschien schon nach wenigen Minuten am Tatort. Der verletzte 26-Jährige sagte, er habe dabei den Angeklagten noch nicht als Täter angegeben, weil er mit ihm befreundet gewesen sei.