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Der schwarze Hund und die Angst davor

04.02.2022 • 20:03 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die Angst führt dazu, dass man sich einsperrt. <span class="copyright">Laurenz Feinig</span>
Die Angst führt dazu, dass man sich einsperrt. Laurenz Feinig

„Der schwarze Hund“ heißt das neue Stück der Theatergruppe Café Fuerte.

Vor zehn Jahren ist das schön illustrierte Kinderbilderbuch „Der schwarze Hund“ des britischen Autors Levi Pinfold erschienen.

Der Inhalt ist schnell erzählt: Vor dem Haus der Familie Hopp ist ein schwarzer Hund – drinnen wird die Angst davor immer größer, draußen der Hund, bis sich irgendwann das kleinste Familienmitglied traut vor die Tür zu gehen. Und da wird der Hund dann ganz klein.

Dieses Buch liegt auch im Hause Fend-Strahm, den Machern der Theatergruppe Café Fuerte, und „es hat uns immer schon gut gefallen“, erzählt die Regisseurin Danielle Fend-Strahm. Schon vor einiger Zeit kam daher der Gedanke auf, es als Grundlage für ein Theaterstück zu verwenden.

Puppen und Musik

Zunächst war die Idee allerdings die, dafür ausschließlich Musik und Puppen zu verwenden, und so wurde schon vor einem Jahr ein Puppen-Prototyp gebaut, berichtet Fend-Strahm. Allerdings habe man dann doch festgestellt, dass es Text brauche. Den hat ihr Mann, der Autor und Schauspieler Tobias Fend, im Herbst letzten Jahres geschrieben. Zentral ist er aber nicht. „Es ist kein Konversationsstück“, erläutert die Regisseurin.

Drei Darsteller und eine Darstellerin werden zu erleben sein. Neben Tobias Fend sind das noch Meda Banciu, Stefan Weigelin und Gregor Weisgerber, wobei die drei Männer verschiedenste Funktionen ausüben werden. Dazu kommen drei Hundepuppen, eine große, eine kleine und eine mittlere. Die Ausstattung kommt von Matthias Strahm.

Das Fremde

„Der schwarze Hund“ ist eine Geschichte über Angst und das Fremde, das man nicht kennt und vor dem man sich fürchtet. Eine Geschichte, in der jeder auf seine Art versucht, mit seiner Angst umzugehen, erklärt Fend-Strahm. „Der schwarze Hund“ ist auch jener Begriff, mit dem ehemalige britische Premierminister Winston Churchill (1874–1965) seine Depressionen bezeichnet hat. Ein Aspekt, auf den im Theaterstück nicht unbedingt der Fokus gelegt wird, wobei der Interpretationsspielraum für den Betrachter groß bleibt, so die Regisseurin.

„Der schwarze Hund“ ist eine Geschichte über Angst und das Fremde, das man nicht kennt und vor dem man sich fürchtet. Eine Geschichte, in der jeder auf seine Art versucht, mit seiner Angst umzugehen, erklärt Fend-Strahm. „Der schwarze Hund“ ist auch jener Begriff, mit dem der ehemalige britische Premierminister Winston Churchill (1874–1965) seine Depressionen bezeichnet hat. Ein Aspekt, auf den im Theaterstück nicht unbedingt der Fokus gelegt wird, wobei der Interpretationsspielraum für den Betrachter groß bleibt, so die Regisseurin.

Prinzipiell sei „der schwarze Hund“ ein Symbol. Verbindend sei, dass man rausgehen müsse und der Sache ins Auge schauen, dann werde die Angst kleiner. Das Stück lasse sich zudem auch auf die aktuelle Situation umlegen, auf die Angst vor einer Covid-Erkrankung oder die Angst vor der Impfung. Was ist der große schwarze Hund? „Jeder sieht das anders, und das hat uns interessiert“, sagt Fend-Strahm.

Die Musik dirigiert

In der Produktion von Café Fuerte werde viel mit Musik und Timing gearbeitet, informiert die Regisseurin. Die Musik wurde eigens zum Stück von Florian Wagner komponiert, der auch alle Instrumente selber eingespielt hat. „Die Musik ist es, die uns dirigiert“, erläutert Fend-Strahm.

Für die Aufführungen wurde vom Theater, das häufig im Freien spielt, dieses Mal ein Innenraum gesucht. „Man ist ja eingesperrt und geht nicht raus“, erklärt Fend-Strahm. Für die Premiere wurde man dabei im schon lange leerstehenden Gasthaus Zur Brauerei in Alberschwende fündig. Dort findet am 10. Februar die Premiere statt. Weitere Spielorte in Vorarlberg sind das Antiquariat Chybulski in Feldkirch, die Alte Seifenfabrik in Lauterach und ein noch zu bestimmender Spielort im Kleinwalsertal. Weitere Aufführungen sind in der Schweiz.
Termine und Karten unter www.cafefuerte.at

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