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70 Projekte für Umwelt- und Klimaschutz

08.02.2022 • 21:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Dornbirner Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. <span class="copyright">Vol.at</span>
Die Dornbirner Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Vol.at

Stadt Dornbirn schon seit 25 Jahren im Umwelt- und Klimaschutz aktiv.

Ein neues Energie- und Umweltprogramm ist in der jüngsten Sitzung des Dornbirner Stadtrates beschlossen worden. Darüber haben die Verantwortlichen am Dienstag informiert. Demnach solle mit konkreten und verbindlichen Maßnahmen die Klimabilanz verbessert werden, heißt es in der diesbezüglichen Aussendung. Zudem solle eine Vorbildwirkung für die Wirtschaft und die Bevölkerung gezeigt werden.

Jedes Jahr wird das Energie- und Umweltprogramm in Dornbirn beschlossen. <span class="copyright">Stadt Dornbirn</span>
Jedes Jahr wird das Energie- und Umweltprogramm in Dornbirn beschlossen. Stadt Dornbirn

Der Maßnahmenplan wird jährlich neu erarbeitet. „Allein heuer sind 70 Projekte und Aktionen geplant, die im Energie- und Umweltprogramm über verschiedene Themenbereiche hinweg umgesetzt werden. Dornbirn engagiert sich tatkräftig und konkret, und das schon seit mehr als 25 Jahren, für den Klimaschutz“, erklärte Bürgermeisterin Andrea Kaufmann (ÖVP). Es sei vielfach nachgewiesen und für die Menschen auch schon spürbar, dass es einen Klimawandel gebe, ergänzte Karin Feurstein-Pichler (ÖVP), Energiestadträtin und Leiterin der Energie- und Umweltgruppe. Umso wichtiger seien die Maßnahmen, die in den vergangenen Jahen in der Messestadt schon umgesetzt worden seien. Man habe sich auch für das heurige Jahr „sehr viel vorgenommen“.

Ökostrom

Als Beispiel für die Bemühungen nennen die Stadtverantwortlichen, dass die städtischen Gebäude und Anlagen zu 100 Prozent mit Ökostrom betrieben werden. Ein hoher Anteil der benötigten Heizenergie stamme aus erneuerbaren Ener­giequellen. Zudem werde der Ausbau der Fotovoltaikanlagen auf den Dächern der städtischen Gebäude vorangetrieben. Bereits im Vorjahr ist beschlossen worden, dass die Zahl der für Fotovoltaik genutzten Flächen in den nächsten Jahren verdreifacht werden soll. Im Frühjahr wird es eine Beteiligungsmöglichkeit für die Bevölkerung am „Dornbirner Sonnenkraftwerk“ geben. Bis 2030 soll der gesamte Wärmebedarf der städtischen Gebäude aus erneuerbaren Quellen stammen.

Das Programm

Insgesamt 70 Maßnahmen wurden beschlossen. Zu den wichtigsten gehören: Erarbeiten einer Energie- und Klimastrategie, Ausstieg aus fossilen Brennstoffen im privaten Bereich, Aktionen für mehr Bäume in der Stadt, Mobiltitätsmanagement für die ganze Stadt und Mobiltätsförderung für Lastenräder und Fahrradanhänger.

Aktuell wird zudem an einer gesamtstädtischen Energie- und Klimastrategie gearbeitet. Diese hat die Klimaneutralität zum Ziel. Gemeinsam mit dem Energieinstitut hat die Stadt dafür einen Antrag bei der Forschungsförderungsgesellschaft eingereicht und auch den Zuschlag erhalten. In einem Jahr soll es einen Energiemasterplan geben, der aufzeigt, wo im Stadtgebiet welcher Verbrauch anfällt und wie damit geplant werden kann. Szenarien zu den zukünftigen Energieverbräuchen mit Hinblick auf ein klimaneutrales Dornbirn im Jahr 2040 runden die Ergebnisse ab. Daraus sollen dann Ziele und Maßnahmen abgeleitet werden.

Unter den 100 Besten Europas

In Sachen Klimaschutz setzen die Verantwortlichen der Messestadt auch auf Aktivitäten im Rahmen des e5-Programms sowie des European-Energy-Award-Programms. Von den europaweit über 1500 Kommunen, welche sich an Letzterem beteiligten, gehöre Dornbirn mit einem Erfüllungsgrad von 79,2 Prozent zu den 100 besten Gemeinden und Städten. Heuer soll eine erneute Zertifizierung erfolgen.

Klimawandelanpassung

Die Messestadt war nach Angaben der Verantwortlichen die erste Stadt in Österreich, die sich vor 25 Jahren mit einem eigenen Leitbild verbindlich zum nachhaltigen Schutz der Umwelt bekannt hat. In Verbindung mit dem jährlichen Energie- und Umweltprogramm seien in den vergangenen Jahren insgesamt über 450 Einzelmaßnahmen realisiert worden.
Künftig soll auch noch mehr zur Klimawandelanpassung getan werden.

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