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Wiedereröffnung kommt früher als gedacht

18.02.2022 • 19:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Thomas Krobath ist Betreiber der Röthner Diskothek "Vabrik". <span class="copyright">Hartinger</span>
Thomas Krobath ist Betreiber der Röthner Diskothek "Vabrik". Hartinger

Am 5. März wird das heimische Nachtleben wiederbelebt und beifast alle Coronamaßnahmen fallen.

Überraschend war für Thomas Krobath, Betreiber der Diskothek Vabrik in Röthis, am Mittwoch die Nachricht, dass die Nachtgastronomie in Österreich bereits ab 5. März wieder öffnen darf und beinahe alle Coronamaßnahmen aufgehoben werden.

„Wir hatten eigentlich gedacht, dass es erst im April so weit sein wird“, gibt der Unternehmer zu. Umso mehr freut es ihn natürlich, dass in seinem Lokal nun schon früher wieder gefeiert werden kann. Und nachdem auch die Experten der Regierung für die Öffnung seien, könne man mit gutem Gewissen wieder aufsperren.

“Nur das Licht ausgeschalten”

Etwa fünf Tage Vorlaufzeit werden in der Vabrik vor der Wiedereröffnung benötigt, erklärt Krobath. Nach mittlerweile drei Lockdowns sei schon eine gewisse Routine beim Runter- und wieder Hochfahren eingekehrt. „Als wir Mitte November zugemacht haben, habe ich im Prinzip einfach nur das Licht ausgeschalten. Nun schalten wir es wieder ein“, bringt es der Unternehmer auf den Punkt. Wobei natürlich bei der Wiedereröffnung schon noch ein bisschen mehr Arbeit auf ihn und seine Mitarbeiter wartet. Schließlich müssen die Räumlichkeiten geputzt und auch die Bars wieder mit Getränken aufgefüllt werden. Dennoch hält sich der Aufwand in Grenzen. „Warum es Clubbetreiber in Ostösterreich gibt, die beim Wiederaufsperren eine Vorlaufzeit von bis zu fünf Wochen brauchen, verstehe ich nicht ganz“, meint Krobath.

Personalsuche

Die Suche nach Personal ist für den Vabrik-Betreiber nicht so schwierig wie für die Kollegen in der klassischen Gastronomie. Denn diese bräuchten in der Küche und im Service ausgebildetes Fachpersonal mit möglichst viel Erfahrung. Die Nachtgastronomie sei dagegen auch für Einsteiger geeignet – beispielsweise für Schülerinnen und Schüler aus der Tourismusschule oder der HLW. Dementsprechend sei es für ihn auch nicht so schwierig, Mitarbeiter zu finden, wie für andere in der Branche, berichtet Krobath: „Wir haben mehr Bewerbungen als offene Stellen.“

Trotz Schließung war der Unternehmer bemüht, positiv gestimmt zu bleiben. <span class="copyright">Hartinger</span>
Trotz Schließung war der Unternehmer bemüht, positiv gestimmt zu bleiben. Hartinger

Insgesamt 16 der vergangenen 24 Monate war der Unternehmer aufgrund von Lockdowns und der Schließung der Nachtgastronomie zum Nichtstun gezwungen. „Da muss man schauen, dass man fit bleibt und die erzwungene Freizeit sinnvoll nutzt“, sagt der Unternehmer. Für ihn war dabei vor allem der Sport ein wichtiges Mittel, um in Bewegung zu bleiben. Wichtig ist es jedoch auch, positiv gestimmt zu bleiben: „Im ersten Lockdown war das nicht so einfach, weil es eine große Unsicherheit gab.“

Perspektive

Im Verlauf der Pandemie sei es jedoch einfacher geworden. Nicht zuletzt, weil es auch staatliche Unterstützung gegeben habe und die Branche nicht im Stich gelassen worden sei. Beim dritten Lockdown habe sich zudem recht schnell eine Perspektive geboten: „Glücklicherweise hat sich gezeigt, dass es bei der Omikron-Variante einen milderen Verlauf gibt und die Intensivstationen nicht voll sind.“ Und so ist es möglich, dass in der Röthner Vabrik ab 5. März wieder gefeiert werden darf.

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