Allgemein

Mehr Unterstützung für Schulen geplant

21.02.2022 • 22:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Land will eine Million Euro zusätzlich für das Verwaltungspersonal an den Pflichtschulen ausgeben.  <span class="copyright">Hartinger</span>
Das Land will eine Million Euro zusätzlich für das Verwaltungspersonal an den Pflichtschulen ausgeben. Hartinger

Doch nicht alle Schulen werden von zusätzlichen Mitteln profitieren.

Die Vorarlberger Pflichtschulen erhalten ab dem Schuljahr 2022/23 eine zusätzliche Million Euro an Landesgeld zur administrativen Entlastung. Die Unterstützung des Landes werde für die Schulen von rund 42.500 auf 82.500 Verwaltungsstunden erhöht, informierte am Montag die Bildungsdirektion Vorarlberg.

Hinsichtlich der Zuteilung der Unterrichtsstunden wird künftig nicht mehr die Anzahl der Klassen an einer Schule entscheidend sein, sondern vielmehr eine „Kopfquote“.

Lehrer entlasten

Die zusätzlichen Verwaltungsstunden werden auf Basis der Schülerzahlen zuerkannt, hieß es. Kleinere Schulen, die das erforderliche Beschäftigungsausmaß allein nicht erreichen würden, können sich mit anderen Schulen in einem Verbund zusammenschließen. Angesichts der bestehenden Personalknappheit an Vorarlbergs Pflichtschulen wolle man sicherstellen, dass „sich Lehrer auf ihre pädagogische Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen konzentrieren können“, wurde betont.

Das Land unterstützt mit der Maßnahme die Schulerhalter, also in der Regel die Gemeinden, von denen nicht alle ihren Schulen das entsprechende Verwaltungspersonal zur Verfügung stellen. Im Vorjahr hatte man zunehmend Probleme, die Direktorenposten an den Pflichtschulen zu besetzen.

Neues System

Die Zuteilung der Unterrichtsstunden wurde bisher über die Klassenanzahl der jeweiligen Schule gesteuert. Diesbezüglich werden nun neue Kriterien eingeführt. Künftig werden etwa die Zahl der Schüler, der Förderbedarf der Schüler oder auch das spezifische Bildungsangebot an der Schule ausschlaggebend sein.
Bisher habe sich oftmals an einem einzigen Schüler entschieden, ob eine zusätzliche Klasse gebildet wird oder nicht, sagte Andreas Kappaurer, der pädagogische Leiter der Bildungsdirektion.

Das werde mit der Neuregelung wegfallen. Vielmehr könnten in Zukunft schulautonome Entscheidungen über die Anzahl der Klassen getroffen werden, daraus würden sich auch mehr pädagogische Gestaltungsspielräume für die einzelnen Schulen ergeben.

Jubel bei der ÖVP

Die ÖVP nannte die zusätzliche Million Euro, in einer Aussendung „eine kleine bildungspolitische Revolution“.

Das Land gibt 17,7 Millionen Euro für die Landeslehrer aus, die ansonsten vom Bund bezahlt werden. Laut Voranschlag sind bisher zudem 4,4 Millionen Euro für die Schulische Assistenz und Freizeitbetreuung budgetiert.
Nicht alle Schulen erhalten nun aber automatisch mehr Unterstützung. Laut der Bildungssprecherin der ÖVP im Landtag, Veronika Marte, wird es durch die Neuregelungen auch „zu Verschiebungen innerhalb und zwischen den einzelnen Schulstandorten kommen.“ Diese erfolgten allerdings nach klaren Regeln.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.