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Vier Jahre Haft wegen Drogen und Falschgeld

21.02.2022 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Drogenabhängiger bestellte im Darknet Amphetamin aus Deutschland. <span class="copyright">REUTERS/Kacper Pempel</span>
Drogenabhängiger bestellte im Darknet Amphetamin aus Deutschland. REUTERS/Kacper Pempel

33-Jähriger besaß drei Kilo Amphetamin und 550 Euro Falschgeld.

Im Darknet bestellte der dazu geständige 33-Jährige drei Kilogramm der harten Droge Amphetamin in Deutschland. Zudem verkaufte der Drogenabhängige 50 Gramm Suchtgift um 350 Euro. Darüber hinaus besaß der junge Mann aus dem Bezirk Feldkirch nach den gerichtlichen Feststellungen 550 Euro an Falschgeld.

Urteil nicht rechtskräftig

Für all das wurde der mit fünf Vorstrafen belastete Angeklagte am Montag in einem Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, denn der von Hanno Lecher verteidigte Angeklagte und Staatsanwalt Heinz Rusch nahmen drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Der Strafrahmen betrug 1 bis 15 Jahre Haft.

Die Staatsanwaltschaft nahm genauso wie die Verteidigung Bedenkzeit in Anspruch. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Die Staatsanwaltschaft nahm genauso wie die Verteidigung Bedenkzeit in Anspruch. Symbolbild/Hartinger

Der Schuldspruch erfolgte wegen der Verbrechen des Suchtgifthandels und des Besitzes nachgemachten Geldes sowie der Vergehen des unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften. Als Nebenstrafe hat der Angeklagte dem Staat den Verfallsbetrag von 350 Euro und damit seine Drogenverkaufseinnahmen zukommen zu lassen.
Der Drogensüchtige erhält aus rechtlichen Gründen keine Chance auf Therapie statt Strafe. Weil die Haftstrafe mehr als drei Jahre ausmacht und die geschmuggelte Drogenmenge zu groß war. Der 33-Jährige befindet sich seit April 2021 in Untersuchungshaft.

Organisation einer Party

Der Angeklagte bestritt erfolglos Drogenverkäufe an zwei weitere Abnehmer. Er sagte, beim Treffen mit einem seiner angeblichen Kunden sei es nur um die Organisation einer Party gegangen und im anderen Fall lediglich um gemeinsames Kaffeetrinken.

Angeklagter: Bloß Spielgeld

Auch seine Angaben zum Falschgeld hielt der Schöffensenat unter dem Vorsitz von Richter Martin Mitteregger für unglaubwürdig. Mit dem Falschgeld habe er nichts bezahlen wollen, gab der Angeklagte zu Protokoll. Zuerst sagte er, dabei habe es sich bloß um Spielgeld für private Spiele gehandelt. Dann behauptete er, mit den zusammengerollten Geldscheinen habe er sich Rauschgift in die Nase ziehen wollen.

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