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Schulen auf dem Weg zur Normalität

22.02.2022 • 19:31 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler ist diese Woche gefallen. Weitere Lockerungen kommen. <span class="copyright">VOL.AT</span>
Die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler ist diese Woche gefallen. Weitere Lockerungen kommen. VOL.AT

Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink über Öffnungen und angedrohte Kündigungen.

Weitere Lockerungen gibt es ab der kommenden Woche in den Schulen. Das hat Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) am Dienstag angekündigt.

So gilt ab Montag wieder die Präsenzpflicht. Auch die Regelung, wonach ab zwei Coronainfektionsfällen innerhalb von drei Tagen eine Klasse ins Distance Learning geschickt wird, entfällt. Künftig sollen die Gesundheitsbehörden der Länder darüber entscheiden, ob Klassen geschlossen werden. Ab 5. März dürfen dann auch geimpfte und genesene Lehrer ohne Maske unterrichten. Andere Maßnahmen wie die Maskenpflicht außerhalb des Klassenraums oder die regelmäßigen Tests bleiben aufrecht.

Bildungsminister Martin Polaschek hat die Öffnungschritte an den Schulen in einer Aussendung angekündigt. <span class="copyright">APA/HERBERT NEUBAUER</span>
Bildungsminister Martin Polaschek hat die Öffnungschritte an den Schulen in einer Aussendung angekündigt. APA/HERBERT NEUBAUER

Pandemie nicht vorbei

Vorarlbergs Landesstatthalterin und Bildungsreferentin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) begrüßte die Entscheidung auf Nachfrage der NEUE. Es seien weitere stetige Schritte zur Normalität in den Bildungseinrichtungen. Dies sei wichtig für die Schülerinnen und Schülern. Zugleich sei die Situation noch nicht so wie vor der Pandemie. Denn diese sei noch nicht ausgestanden, betonte Schöbi-Fink. Wenn die Corona-Experten im Bund aber grünes Licht für Öffnungen geben würden, müsse man diese auch vollziehen. Schließlich würden die Regeln in den kommenden Wochen generell gelockert. Da dürften die Schulen nicht zurückbleiben. Erfreut zeigte sich die Landesstatthalterin auch über die Möglichkeit, dass ab 28. Februar wieder externe Personen an die Schulen kommen dürfen. Dadurch würden auch Exkursionen wieder möglich und Schulveranstaltungen könnten geplant werden.

Entwicklung beobachten

In Sachen Distance Learning werde man die Entwicklung in den kommenden Wochen beobachten müssen. Schon bisher habe es sich dabei um eine „Kann-Bestimmung“ gehalten, dass Klassen nach mehreren Infektionsfällen innerhalb weniger Tage ins Distance Learning geschickt werden. Hier sei es auch um die Entlastung des Infektionsteams gegangen. Schon bisher seien an den Schulen Lösungen gefunden worden, beispielsweise mit Hybridunterricht oder auch Lernpaketen. Die Pädagoginnen und Pädagogen hätten sich sehr kreativ gezeigt.

Hohe Impfquote

Positiv sah Schöbi-Fink auch die Erleichterungen für die Lehrpersonen, die ab 5. März wieder ohne Maske unterrichten dürfen, wenn sie geimpft oder genesen sind. Hier mache sich auch eine hohe Impfquote unter den Vorarlberger Pädagoginnen und Pädagogen bezahlt. Immerhin liege diese in den AHS bei über 90 Prozent und auch in den anderen Schulzweigen sei die Quote höher als im Durchschnitt der Bevölkerung. Die Bildungsreferentin wies jedoch darauf hin, dass außerhalb der Klassen weiterhin die Maskenpflicht gilt. Denn Masken würden einen guten Schutz bieten.

Landesstatthalterin und Bildungsreferentin Barbara Schöbi-Fink. <span class="copyright">Hartinger</span>
Landesstatthalterin und Bildungsreferentin Barbara Schöbi-Fink. Hartinger

Keine Konsequenzen hatten bisher übrigens Drohschreiben aus dem vergangenen Herbst. In einem anonymen Schreiben war angekündigt worden, dass 150 Lehrpersonen und Schulleiter kündigen würden, falls es in Österreich zu einer Impfpflicht kommt. „Es waren dramatische Ankündigungen und vor allem war es schwierig, den Wahrheitsgehalt zu beurteilen, da das Schreiben anonym verfasst worden ist“, meinte Schöbi-Fink. Glücklicherweise hätten sich die Ankündigungen bisher jedoch nicht bewahrheitet. Es habe lediglich zwei Kündigungen gegeben. Hintergrund sei eine Auswanderung gewesen. „Ob es dabei einen Zusammenhang mit der Impfpflicht gibt, kann ich aber nicht sagen“, sagte die Landesstatthalterin.