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Freundin vergewaltigt: Sieben Jahre Gefängnis

23.02.2022 • 18:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der 25-Jährige ist mit acht einschlägigen Vorstrafen belastet. <span class="copyright">Hartinger</span>
Der 25-Jährige ist mit acht einschlägigen Vorstrafen belastet. Hartinger

Einschlägig vorbestrafter 25-Jähriger vergewaltigte am Tag seiner Haftentlassung seine Lebensgefährtin.

Am ersten Tag nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis vergewaltigte der Unterländer im Mai 2020 seine 20-jährige Lebensgefährtin.

Er würgte die Mutter seines kleinen Sohnes in der gemeinsamen Wohnung und zwang sie auf der Couch zum Sex. Denn Nachrichten auf ihrem Handy ließen ihn vermuten, dass sie ihn während seiner Haftzeit mit anderen Männern betrogen hatte.
Zudem beging er Einbruchsdiebstähle in ein Hotel und in eine Riedhütte sowie einen Einschleichdiebstahl in eine Reithalle. Er stahl einen Golfcaddie, nahm ein teures Auto der Marke Jaguar unbefugt in Gebrauch und entwendete die Pkw-Kennzeichen.

Vielzahl an Delikten

Der reumütig geständige Angeklagte wurde am Mittwoch in einer Schöffenverhandlung am Landesgericht Feldkirch wegen Vergewaltigung, Einbruchsdiebstahls, Diebstahls, unbefugten Gebrauchs von Fahrzeugen und Urkundenunterdrückung schuldig gesprochen. Dafür wurde der mit acht einschlägigen Vorstrafen belastete 25-Jährige zu sieben Jahren und zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Seiner Ex-Lebensgefährtin hat er als Teilschmerzengeld 6000 Euro zu bezahlen.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig, denn der von Oliver Diez verteidigte Angeklagte und Staatsanwältin Julia Berchtold nahmen drei Tage Bedenkzeit in Anspruch.

Zwei bis 15 Jahre

Der Strafrahmen belief sich auf zwei bis 15 Jahre Gefängnis. Wegen einschlägiger Haftstrafen in den letzten fünf Jahren erhöhte sich die mögliche Höchststrafe um die Hälfte. Verhängt wurde eine Zusatzstrafe zu jenen zehn Haftmonaten, die im Dezember 2021 wegen Nötigung und Freiheitsentziehung ausgesprochen wurden.
Wäre schon damals auch über die nunmehrigen Vorfälle verhandelt worden, hätte die Freiheitsstrafe nach Ansicht des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richter Dietmar Nußbaumer acht Jahre ausgemacht.

Missbrauch von Unmündigen

Mildernd gewertet wurde das reumütige Geständnis des 25-jährigen Unterländers. Erschwerend wirkten sich die einschlägigen Vorstrafen ebenso aus wie die zahlreichen Delikte, der rasche Rückfall und die Begehung der Taten während der Probezeit. In der Vergangenheit ist der junge Mann auch schon wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen verurteilt worden.
Als er in Erfahrung gebracht habe, dass seine Partnerin fremdgegangen sei, habe er die Kontrolle verloren, sagte der Angeklagte. Während seiner Zeit im Gefängnis sei sein Sohn geboren worden und sein Bruder gestorben.