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Neuer Landesrat: Grüne entscheiden sich bald

04.03.2022 • 11:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Stiplovsek

Mit dem Ausscheiden von Johannes Rauch aus der Landesregierung fällt am Wochenende die Nachfolgeentscheidung.

Scheidet ein Mitglied der Landesregierung aus dem Amt, ist laut Landesverfassung „unverzüglich, spätestens jedoch binnen zwei Wochen“ eine Ergänzungswahl vorzunehmen. Entsprechend rasch müssen die Vorarlberger Grünen sich auf einen Ersatz für Johannes Rauch einigen, der nolens volens als Minister nach Wien wechselt.

Die Grünen sind in der angenehm, unangenehmen Lage, über mehr als einen potenziellen Nachfolger als Landesrat zu verfügen. Klar ist, dass jemand aus der im Vorjahr gewählten Doppelspitze der Landespartei in die Landesregierung wechselt.

Ob Daniel Zadra oder Eva Hammerer zum Zug kommt, sollen die Parteigremien am Samstag beraten. Für Zadra spricht, dass er als Mobilitätssprecher des Landtagsklubs bereits in Rauchs bisherigen Zuständigkeitsbereich eingearbeitet ist, während sich Hammerers Zuständigkeiten als Abgeordnete eher mit dem Portfolio der grünen Landesrätin Katharina Wiesflecker decken. Der Entscheidungsprozess sei „in gutem Gange“, erklärte Zadra am Freitag auf NEUE-Anfrage.

Die Entscheidung selbst soll noch am Wochenende fallen. Das brächte den Vorteil mit sich, dass die Wahl des neuen Regierungsmitgliedes bereits am kommenden Mittwoch im Landtag erfolgen könnte und kein Sonderlandtag einberufen werden muss. Die zweiwöchige Frist, die die Landesverfassung setzt, wäre mit dem nächsten regulären Termin nicht zu halten.
Mit dem Wechsel von Zadra oder Hammerer würde jedenfalls ein Sitz im Landtag frei, den die Grünen nachzubesetzen hätten. Die meisten Vorzugsstimmen aller Kandidaten, die nach der Landtagswahl nicht einzogen, erhielt Simon Vetter (4.297) gefolgt von Nina Tomaselli (3.267), deren Wechsel in den Landtag aber als unwahrscheinlich gilt. Ebenfalls gute Ergebnisse erzielten Christine Bösch-Vetter (1.246) in Dornbirn und Dominik Bartenstein (1.199) in Bregenz.

Moritz Moser

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