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Schuss aus Polizeiwaffe verletzte zwei Polizisten

04.03.2022 • 22:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bei einem Polizeieinsatz hatte sich 2020 ein Schuss gelöst. <span class="copyright">Symbolbild/vol.at</span>
Bei einem Polizeieinsatz hatte sich 2020 ein Schuss gelöst. Symbolbild/vol.at

Staatsanwaltschaft stellte Verfahren ein, weil keine Fahrlässigkeit nachzuweisen war.

Der beschuldigte Polizist, der im Verdacht stand, zwei Polizisten mit einem Schuss aus seiner Dienstwaffe fahrlässig verletzt zu haben, wurde nicht angeklagt. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch habe das wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung geführte Ermittlungsverfahren aus Beweisgründen eingestellt, teilte auf Anfrage Behördensprecher Heinz Rusch mit. Demnach konnte dem Beschuldigten kein fahrlässiges Verhalten nachgewiesen werden.

Lauf prallte auf den Boden

Im August 2020 war es in Bregenz zu dem Vorfall gekommen, den die Polizei so schilderte: Bei der Festnahme eines Tatverdächtigen kniete sich ein Polizist hin, um seine Kollegen bei der Fixierung des festgenommenen 43-Jährigen zu unterstützen. Dabei prallte die Mündung des Laufs der umgehängten und gesicherten Langwaffe des Polizisten senkrecht auf den Steinboden. Daraufhin löste sich ein Schuss aus dem Sturmgewehr, der den Steinboden traf. Steinsplitter verletzten zwei Polizisten leicht, im Gesicht, am Hals und am Arm. Die Verletzten wurden im Spital ambulant behandelt. Der Festgenommene blieb unverletzt.
Warum sich der Schuss aus dem Sturmgewehr löste, war Gegenstand waffentechnischer Untersuchungen und Ermittlungen und konnte offenbar nicht geklärt werden. Strafverfolger sprachen von großem Glück, dass durch den versehentlichen Schuss nicht noch mehr passiert ist.

Amtsbekannter Mann

Die Polizei war nach eigenen Angaben an jenem Sonntagabend zu einem Wohnhaus in Bregenz gerufen worden. Demnach hatte ein Nachbar die Polizei alarmiert und mitgeteilt, dass ein Man eine Frau mit einer Schusswaffe bedrohe. Zwei Polizeistreifen fuhren zum angegebenen Tatort. Dort trafen die Polizisten einen amtsbekannten 43-Jährigen im Eingangsbereich eines Hauses an. Gegen ihn besteht ein behördliches Waffenverbot. Der Mann stand im Verdacht, schon in den Tagen zuvor immer wieder wahllos Menschen mit einer Waffe bedroht zu haben. Deshalb wurde die Festnahme ausgesprochen.

Am Boden fixiert

Der 43-Jährige wurde nach Darstellung der Polizei aufgefordert, die Hände hochzunehmen und sich hinzulegen. Dem kam er letztlich nach. Die Beamten begannen daraufhin, den Mann am Boden zu fixieren. Danach löste sich der Schuss aus der Polizeiwaffe.
Bei dem Beschuldigten wurde eine Gaspistole sichergestellt. Der Mann wurde aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Er wurde wegen gefährlicher Drohung und nach dem Waffengesetz angezeigt.

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