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„Paris ist für mich ein Sinnbild für die heile Welt“

15.03.2022 • 18:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Gastiert am Samstag im Spielboden: Singer/Songwriterin Oska.        <span class="copyright">Hanna FaSCHING</span>
Gastiert am Samstag im Spielboden: Singer/Songwriterin Oska. Hanna FaSCHING

Das Album „ My World, My Love, Paris“ von Oska ist am 25. Februar erschienen. Am Samstag ist sie im Spielboden .

Woher kommt die Frankreichliebe?
Oska: Es ist sehr schwierig, einen Albumtitel zu finden, weil er ja die Essenz meiner Lieder einfangen soll. Das Lied „My world, My love, Paris“ ist mir sehr wichtig. Ich habe den Song am Anfang der Pandemie in Irland geschrieben. Es drückt so ein Gefühl von Weltuntergangsstimmung aus. Was für eine Frage würden wir uns stellen, wenn die Welt unterginge? Haben wir etwas zu bereuen? Paris ist für mich ein Sinnbild für die heile Welt, auf die wir aufpassen sollten.

Viele Ihrer Lieder handeln von der Familie. Wie wichtig ist Ihnen Ihre Familie?
Oska: Als ich Anfang 20 war, habe ich angefangen zu reflektieren, wo ich aufgewachsen bin, was gut war, was nicht so gut gelaufen ist und wie ich es in meiner eigenen Familie in Zukunft machen will. Dieses Reflektieren spiegelt sich auch deutlich in meinen Liedern wider. Ich muss sagen, ich habe eine sehr stabile Familie. Mich machen gewisse Erinnerungen traurig, andere wiederum glücklich. Das Lied „Responsibility“ handelt zum Beispiel davon, wie sich ein Elternteil entscheidet, die Familie zu verlassen, um sich selbst zu verwirklichen. Hier geht es um Verantwortung im kleinen Stil, und das beginnt auch schon daheim bei zwischenmenschlichen Beziehungen.

Maria Burger alias Oska.  <span class="copyright">Hanna Fasching</span>
Maria Burger alias Oska. Hanna Fasching

Welche Sängerinnen inspirieren Sie besonders?
Oska: Sicher Joan Baez. Die liebe ich einfach. Meine Brüder haben mir viele Singer/Songwriter-Alben geschenkt: Amy Winehouse, Billy Holiday. In Österreich mag ich speziell Florence Arman und Alina mit ihrem Projekt ÄNN. Sie ist eine gute Freundin von mir. Ich habe das Gefühl, es passiert gerade so viel. Und wir Frauen haben auch mehr Selbstbewusstsein das herzuzeigen. Es ist schön zu erleben, dass in meinem Umfeld viele anfangen, ihre Musik zu releasen.

Sie spielen auf Ihrer jetzigen Tournee auch drei Konzerte mit den Sportfreunden Stiller. Wie kam es dazu?
Oska: Ja, das war wirklich eine Überraschung. Auf einmal folgten mir die Sportfreunde Stiller auf Social Media. Ich habe mich gefreut und mir nichts dabei gedacht. Ein paar Tage später kam jedoch die Anfrage, ob ich mit ihnen spielen will. Ich find es so cool, dass ich ihre Shows eröffnen darf, das ist mir eine große Ehre. Gerade das Lied „Kompliment“ ist ein Song, mit dem ich aufgewachsen bin.

Was kann sich das Publikum beim Konzert im Spielboden erwarten?
Oska: Auf jeden Fall eine ganz liebe Band, es sind alles gute Freunde von mir. Ich komme aus der Straßenmusikecke und so versuche ich immer, einen sicheren Raum zu schaffen, wo sich alle wohl fühlen können. Es wird hoffentlich lustig, hoffentlich schön. Ich freue mich auf Leute, die mich erwarten und die Lieder mitsingen. Mein erster Gig als Oska war ja vor einem Jahr im Spielboden. Es ist ein warmes Gefühl, dort zurückzukehren. Endlich wieder Gesichter live zu sehen und die Reaktionen im Publikum spüren, das wird besonders. Daniel Furxer

Oska: „Hallucinating Tour“. Samstag, 19. März, 20 Uhr, Spielboden Dornbirn.

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