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Bilanz nach erstem Jahr CampusVäre

18.03.2022 • 20:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Andrea Kaufmann, Margarita Köhl, Bettina Steindl und Marco Tittler zogen Bilanz.<br><span class="copyright">Campusväre GmbH/Martin Schachenhofer</span>
Andrea Kaufmann, Margarita Köhl, Bettina Steindl und Marco Tittler zogen Bilanz.
Campusväre GmbH/Martin Schachenhofer

Verantwortliche der Initiative blickten auf das Premierenjahr zurück.

Eine positive Zwischenbilanz haben die Beteiligten nach fast einem Jahr des Projekts CampusVäre gezogen.

Geschäftsführerin Bettina Steindl berichtete über die Aktivitäten der vergangenen Monate und gab einen Ausblick auf das kommende Jahr. Wirtschaftslandesrat Marco Tittler und die Dornbirner Bürgermeisterin Andrea Kaufmann (beide ÖVP) erläuterten, warum das Land und die Stadt kooperieren und im vergangenen Jahr gemeinsam die „CampusVäre – Creative Institute Vorarlberg GmbH“ gegründet haben.

Seit einem Jahr gibt es die CampusVäre in Dornbirn. <span class="copyright">CampusVäre GmbH</span>
Seit einem Jahr gibt es die CampusVäre in Dornbirn. CampusVäre GmbH

Ziel der Initiative ist es, die ehemaligen Sägenhallen von F.M. Hämmerle zu einem Hotspot für die Kreativ- und Innovationswirtschaft zu machen. Es gehe darum, neue Konzepte im Wettbewerb um die besten Köpfe und gegen den „Brain Drain“ zu finden, sagte Tittler. Ebenso werde ein Umfeld geschaffen, in dem die Kreativität gefördert wird. Denn diese sei die Ressource der Zukunft und aus ihr entstehe Innovation.

Das Zukunftsquartier

Bürgermeisterin Kaufmann sieht in dem Areal im Umfeld der CampusVäre, wo auch die Fachhochschule Vorarlberg oder die Postgarage beheimatet sind, das Zukunftsquartier der Stadt. Es gehe hier darum, eine hohe Aufenthaltsqualität zu schaffen. Zudem sei die Initia­tive ein „spannendes Experiment“. Denn es komme nicht oft vor, dass die öffentliche Hand in ein Projekt investiere, in dem kein konkretes Ziel vorgegeben ist. Im ersten Jahr sei bereits viel passiert.

Zwölf Projekte

Geschäftsführerin Bettina Steindl berichtete, dass insgesamt schon zwölf Projekte umgesetzt worden sind, welche insgesamt 1000 Besucher an den Standort geführt hätten. Eine wichtige Rolle spiele dabei die Vernetzung. So sei die CampusVäre eine Art „Vereinshaus“ für die heimische Kreativwirtschaft. Dies zeige sich auch in der Zusammenarbeit mit vielen Partnern wie der Industriellenvereinigung, der Wirtschaftskammer oder auch der Prisma Unternehmensgruppe. Doch auch über die Landesgrenzen hinaus finde die Vernetzung statt. So seien beispielsweise das Museumsquartier in Wien, die Tabakfabrik in Linz, das Werksviertel Mitte München oder der Impact Hub Zürich Vorbilder. Allerdings gehe es darum die CampusVäre auf Vorarlberger Art zu gestalten.

1000 Besucherinnen und Besucher wurden im vergangenen Jahr begrüßt. <span class="copyright">CampusVäre GmbH/Kirstin Toedtling</span>
1000 Besucherinnen und Besucher wurden im vergangenen Jahr begrüßt. CampusVäre GmbH/Kirstin Toedtling

Im heurigen Jahr werden drei Themen in den Fokus gerückt: Digitalisierung, Robotik und nachhaltiges Bauen. Mit dem breiten Netzwerk und den Kooperationspartnern würden dabei neue Formate entwickelt. Zugleich würden bewährte Veranstaltungen beibehalten. „Wir öffnen die CampusVäre für Workshops, Rampengespräche, Creative Lunches, Lehrveranstaltungen, Kunst im öffentlichen Raum und Ausstellungen für ein breites Publikum“, sagte Steindl.

Europaplätze

Mit dem Künstler Yves Mettler, der Fachhochschule Vorarlberg sowie Europe Direct Vorarlberg wird heuer das Kunstprojekt „Europaplätze“ im öffentlichen Raum umgesetzt. Studierende des Studiengangs Intermedia formulieren und bauen einen Europaplatz am Campus V. Zu einem Campus gehörten Plätze zum Austausch und für die Kreativität, meinte Margarita Köhl, Leiterin des Fachbereichs Gestaltung sowie des Studiengangs Intermedia. Schon 2021 habe es einen regen Austausch zwischen dem Studiengang und der CampusVäre gegeben. Ein weiterer Programmpunkt ist heuer „Ich sehe was, was du nichts siehst“, bei dem sich alles um digitale Kunstwerke von Eva Schlegel dreht.
Alle Informationen zum Programm der CampusVäre gibt es unter: www.c-i-v.at.

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