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Hochbeet leicht gemacht

21.03.2022 • 11:44 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Klaus hartinger</span>
Klaus hartinger

Die Frühblüher legen mit Düften und Farben los, die jeden begeistern, findet der Gärtner Stephan Ludescher aus Klaus.

Mit seinen Frühblühern möchte Stephan Ludescher, Gärtner aus Klaus, Brücken zwischen den Menschen bauen, Gräben zuschütten helfen, die Corona aufgerissen hat. „Die Menschen kommen, um Blumen zu verschenken, aber auch, um das eigene Zuhause zu verschönern. Die Pflanzen in ihrer vorfrühlingshaften Farbfülle können einen Ausgleich zum coronabedingt anstrengenden Alltag schaffen“, beschreibt er die Erfahrungen, die er und seine Söhne in ihrer Gärtnerei zurzeit machen. „Das sorgt mit für inneren wie äußeren Frieden.“

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Bunte Blütenpracht

Dabei hält der Vorfrühling eine unglaubliche Farbpalette bereit. Ausgetrieben sind bereits die Zwiebelblüher: Narzissen, Tulpen, Hyazinthen, Krokusse, die Muscari mit ihren filigranen Lanzenblüten, aber auch Primeln in ihrer gezüchteten Vielfalt. Bellis in verschiedenen Farben, gefüllt oder einfach, das zarte Vergissmeinnicht und Frühlingsmargeriten in Weiß und Rosa. Während Ludescher die Schaumblüte als fein und feminin beschreibt, erklärt er, Goldlack gebe es inzwischen in vielen kräftigen Farben wie Gelb, Bronze oder Violett. Die Frühlingsnelken blühen oft zweifärbig wie in Hellrosa und Kirsch. Im Kommen sind wieder Cinerarien. Außerdem zünden die Ranunkeln mit ihren gefüllten Blütenkelchen ein wahres Farbfeuerwerk aus Rot, Lila oder Orange. Die Kamelien blühen von Februar bis April. Stiefmütterchen gibt es in dutzenden Farben. „Das knallige Orange von Ranunkeln und Primeln kann uns als Muntermacher aus unserer Winterlethargie holen“, verspricht Ludescher.

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Selbstgezogene Pflanzen

Frühblüher ziehen sie nach wie vor selbst. Primeln, weil es am Markt viele in schlechter Qualität gibt. Stiefmütterchen, gefüllte und ungefüllte Bellis. „Man kann ohne Übertreibung sagen, dass bei uns in den Gewächshäusern um die 100.000 Frühlings-Pflanzen auf diejenigen warten, die sie glücklich machen können.“

Apropos glücklich: „Die Menschen, die bei uns in der Gärtnerei und als Blumenbinderinnen arbeiten, sind nicht oft krank. Sie sind ausgeglichen und gut gelaunt, und das tut wiederum unseren Kundinnen und Kunden gut. Bei uns, mit diesen Gerüchen, Farben und Formen der Natur, können auch sie den Kopf freibekommen“, erzählt Ludescher. Den Kopf freibekommen, das können die Kunden auch mit den Frühblühern. Ob als Schale im Eingangsbereich, im Weidenkorb arrangiert auf der Terrasse, als Strauß auf dem Wohnzimmertisch oder im Gartenbeet: „Jetzt können alle wild drauf lospflanzen“, verspricht Stephan Ludescher. Um seine gute Laune zu erklären, zitiert er sinngemäß ein chinesisches Sprichwort. „Um einen Tag glücklich zu sein, musst du ein Schwein schlachten. Um ein Jahr glücklich zu sein, musst du heiraten. Um ein Leben lang glücklich zu sein, musst du Gärtner werden.“

Miriam Jaeneke

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