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Für die Heldinnen und Helden der Arbeit

22.03.2022 • 19:12 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Präsentieren ihr fünftes Programm: die drei Friseure Barbasacco, Dr. Love und MC Katz (v.l.). <span class="copyright">Siegfried Marxgut</span>
Präsentieren ihr fünftes Programm: die drei Friseure Barbasacco, Dr. Love und MC Katz (v.l.). Siegfried Marxgut

Die Musikkabarett-Truppe „Die drei Friseure“ zeigt am Freitag die Premiere ihres neuen Programms.

Ihren Anfang nahm die heutige Musikkabarett-Formation „Die drei Friseure“ mit drei Vorarlberger Studenten, die Mitte/Ende der 1990er-Jahre in Wien gemeinsam Straßenmusik machten. Ein Plakat, auf dem ein Konzert der „Drei Tenöre“ in der Wiener Stadthalle angekündigt wurde, wurde 1997 namensgebend – so will es zumindest die Legende. 2007 präsentierten sie dann ihr erstes Programm „Superhorror“ im Theater am Saumarkt in Feldkirch. Seither sind einige weitere Programme und auch einige Kabarettpreise dazugekommen. Nun gibt es mit „Working class heroes“ ein neues Programm, das seine Premiere am Freitag wieder im Saumarkttheater erlebt.

Vor 15 Jahren habt ihr euer ers­tes Programm präsentiert – also ist heuer ein Jubiläum. Wird gefeiert?
Dr. Love: Erstaunlich, das ist uns gar nicht aufgefallen, aber ja, 2007 traten die drei Friseure erstmals im Theater am Saumarkt in Feldkirch auf. Jetzt da wir um dieses Jubiläum wissen, ist es uns natürlich ein willkommener Grund zu feiern. Gerade in Zeiten wie diesen braucht es solche Anlässe.

Ihr werdet als „Musik-Trash-Kabarett-Trio“ bezeichnet. Wie viel Musik, wie viel Trash und wie viel Kabarett enthalten eure Programme?
MC Katz: Damit uns niemand in irgendeine komische Schublade steckt, haben wir uns dieses Label vor Jahren selbst verliehen – und es trifft immer noch voll zu. Die drei Friseure sind zu 100 Prozent Musik, Trash und Kabarett. Zudem kann das Publikum mit dieser Bezeichnung eigentlich gar keine überzogene Erwartungshaltung entwickeln, was ich sehr befreiend finde.

„Working class heroes“ heißt euer neues Programm. Wieso befasst ihr euch dieses Mal mit den „Helden der Arbeit“?
Barbasacco: Die Arbeiterklasse hatte es nie einfach, aber schon deutlich leichter als heutzutage, wo die ungleiche Verteilung des Wohlstands ausgeprägter ist als noch in der letzten Generation und die Schere zwischen Superreichen und dem Rest weiter auseinandergeht. Zur Arbeiterklasse gehört ja der Großteil unserer Fans, die unseren kometenhaften Aufstieg überhaupt möglich gemacht haben – jetzt wollen wir etwas zurückgeben.

Termine

Die Drei Friseure: „Working class heroes“. Premiere: Freitag, 25. März, 19.30 Uhr, Theater am Saumarkt, Feldkirch. Weitere Termine im Saumarkt: Samstag, 26. März, Freitag, 8. April, Samstag, 9. April, jeweils 19.30 Uhr. Weitere Termine an anderen Orten in Vorarlberg unter www.dreifriseure.com

Was darf sich das Publikum erwarten?
Dr. Love: Wieder einmal sehr viel Musik in verschiedensten Stilrichtungen. Wir haben auch unseren Instrumentenfuhrpark erweitert und zwei neue Instrumente gekauft. Vielleicht können wir diese am Freitag bei der Premiere auch schon einigermaßen spielen. Auf jeden Fall wird die neue Show ein Fest der Sinne sowie ein Loblied für die Heldinnen und Helden der Arbeitswelt.

Wie habt ihr eigentlich die vergangenen zwei Pandemie-Jahre verbracht?
MC Katz: Mit der Aufnahme unserer CD „Es gibt immer einen Weg!“. Außerdem haben wir drei Musikvideos produziert, zum Beispiel ein Animationsvideo zum Lied „Krokodil“ oder das am Kristberg im Montafon gedrehte „So stolz“. In letzter Zeit haben wir natürlich zahlreiche Songs für unser neues Programm geschrieben. Die drei Friseure planen diese Aktivitäten auch noch in den nächsten Jahren der Pandemie so fortzuführen.

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