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Ausfall ukrainischer Erntehelfern

24.03.2022 • 15:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Tausende Erntehelfer aus der Ukraine waren in den vergangenen Jahren in Österreich im Einsatz
(c) imago images/Rupert Oberh�user (Rupert Oberh�user via www.imago-images.de)

Bereits während der Coronakrise fehlten in Österreich die Erntehelfer aus der Ukraine.

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) erwartet einen “totalen Ausfall” ukrainischer Erntehelfer in Österreich. In der “Fragestunde” des Nationalrats Donnerstagvormittag betonte sie diesbezüglich, dass man versuche, am “Westbalkan und dergleichen” Ersatz zu finden.

Gleichzeitig verwies Köstinger darauf, dass viele der aus der Ukraine nach Österreich Geflüchteten sehr schnell auch arbeiten wollten. Dies sei seitens des Arbeits- und des Innenministeriums auch ermöglicht worden.

Elisabeth Köstinger (ÖVP)<span class="copyright">APA/GEORG HOCHMUTH</span>
Elisabeth Köstinger (ÖVP)APA/GEORG HOCHMUTH

Großteils aus der Ukraine

Die Ukrainer bilden die Hauptgruppe der Saisonarbeiter, warnte bereits Anfang März der Geschäftsführer des Verbands der oberösterreichischen Obst- und Gemüseproduzenten, Stefan Hamedinger. Vor zwei Jahren haben alleine die Landwirte in Oberösterreich 505 Personen aus der Ukraine einfliegen lassen.

“Durch ihre Mitarbeit bei der Ernte decken wir zwei Drittel des Gesamtbedarfs. Wenn uns nun wirklich Saisonarbeiter ausfallen, dann ist die Krise vier Mal so groß wie im Vergleich zum Pandemie-Jahr 2020.”

Stefan Hamedinger

Viele Betriebe hätten ihren ukrainischen Erntehelfern angeboten, mit den Familien auf ihre Höfe in Oberösterreich zu kommen. Auch auf nationaler Ebene werde versucht, Lösungen zu finden und Hilfe über den Bundesgemüsebauverband zu organisieren, erklärte Hamedinger.

<span class="copyright">APA/dpa-Zentralbild/Jens Büttner</span>
APA/dpa-Zentralbild/Jens Büttner

Aber nicht nur bei der Obst- und Gemüseernte würden die Helfer aus der Ukraine fehlen, sondern auch in viehhaltenden Betrieben, in der Forstwirtschaft, in Baumschulen und Gärtnereien. “Es gibt fast keinen landwirtschaftlichen Bereich, der nicht betroffen ist”, so Hamedinger.