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Cidan Machinery legte um fast 40 Prozent zu

24.03.2022 • 18:59 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Stammsitz von CIDAN Machinery Austria - vormals Forstner - in Feldkirch.<br><span class="copyright">Cidan Group</span>
Der Stammsitz von CIDAN Machinery Austria - vormals Forstner - in Feldkirch.
Cidan Group

Geschäftsvolumen wuchs auf 16,8 Millionen Euro. Zuwachs rein organisch.

Die zur schwedischen Firmengruppe Cidan Machinery gehörende Cidan Machinery Austria GmbH hat im Geschäftsjahr 2020/21 (September) einen Umsatz von 16,8 Millionen Euro erzielt. Das sei ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr, wie Geschäftsführer Gerhard Zech und die neu bestellte Finanzleiterin Daniela Schelling erklärten.

Zuwachs

Der Zuwachs sei auf ein rein organisches Wachstum auf breiter Front zurückzuführen. So hätten sowohl Kunden aus dem wichtigen Absatzmarkt USA als auch aus der EU vermehrt bestellt. Die Aufträge kamen entweder über das internationale Cidan-Netzwerk oder aber direkt von Kunden der österreichischen Tochterfirma. Der Export­anteil liegt bei rund 95 Prozent. Angaben zur Ertragssituation wurden nicht gemacht. Nur so viel: Sie sei zufriedenstellend positiv ausgefallen. „So wie wir mit der generellen Entwicklung im Vorjahr eigentlich sehr zufrieden waren“, so Zech.


Cidan Machinery Austria (vormals Forstner Maschinenbau) ist auf die Entwicklung und Herstellung von Abcoil-Anlagen spezialisiert. Diese Maschinen werden zur Abwicklung von auf Coils (Spulen) aufgerolltem Blech verwendet. In weiterer Folge richten die Maschinen das Blech gerade und schneiden es in der Länge zu. Vor allem Spenglerbetriebe sowie große Industrieunternehmen haben solche Anlagen in Betrieb. Zur Österreich-Tochter gehört auch die ehemalige und im Vorjahr verschmolzene Firma nuIT GmbH in St. Pölten (NÖ), die unter anderem auf die Programmierung der Software für diese Anlagen spezialisiert ist. In Österreich werden bei Cidan rund 75 Mitarbeiter beschäftigt, der Löwenanteil davon in Feldkirch.

Wachstum durch Akquisition

Die Cidan-Gruppe ist in den vergangenen Wochen im Dreiländer­eck auch durch Akquisitionen gewachsen. Denn Mitte März 2022 hat die Gruppe das 1948 gegründete Maschinenbau-Unternehmen Thalmann in Frauenfeld im Schweizer Kanton Thurgau mitsamt den 50 Mitarbeitern zur Gänze übernommen. Das Unternehmen produziert Schwenkbiegemaschinen zur Blechprofilherstellung. Wie Zech erklärte, sollen der Name und der Standort des neuen Schwesterunternehmens erhalten bleiben. Thalmann sei ein langjähriger Lieferant und Geschäftspartner der Cidan-Gruppe und ergänze das Portfolio ideal, begründet der Österreich-Geschäftsführer die Übernahme. Gerhard Zech selbst werde zukünftig auch die Geschäftsführung bei Thalmann übernehmen. Um den erhöhten Aufwand neben seiner Funktion als Geschäftsführer der Cidan Machinery Austria GmbH bewerkstelligen zu können, habe man Daniela Schelling zur Finanzleiterin der Österreich-Tochter bestellt.

Neuer Standort

Zudem gibt es in Lindau seit dem Sommer 2021 einen neuen Vertriebs- und Servicestandort von Cidan. Die fünf Mitarbeiter der Cidan Machinery Germany GmbH seien für die Betreuung des deutschen Marktes zuständig.
Umsatzniveau halten. Im Geschäftsjahr 2021/22 gehe man bei Cidan Machinery Austria davon aus, das Umsatzniveau des Vorjahres halten zu können. Prognosen seien allerdings schwierig, wenngleich die Auftragseingänge derzeit auf einem guten Level seien. „Aber wir haben es mit massiven Materialengpässen zu tun, insbesondere in den wichtigen Bereichen Elektronik und Stahl. Zudem sind die Preise fast nicht mehr kalkulierbar, weil sie sich ständig ändern“, so Zech. Damit sei allerdings die gesamte Branche konfrontiert. Bislang jedoch sei das Unternehmen nach wie vor zeitgerecht lieferfähig.

Günther Bitschnau / wpa