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Registrierbusse starten erst mit Verzögerung

25.03.2022 • 15:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Im Burgenland sind die Busse schon im Einsatz
Im Burgenland sind die Busse schon im Einsatz (c) APA/TOBIAS STEINMAURER

Ukrainische Flüchtlinge sollen mobil erfasst werden können.

Die erste Anlaufstelle für Ukrainer ist die Grazer Ankunftshalle (Jakominigürtel 20). Doch nicht alle Flüchtlinge wollen in die steirische Hauptstadt, sondern befinden sich teils in entfernten Gemeinden. Entweder finden sie den Weg nicht, haben ihre Helfer tagsüber keine Zeit, sie zu begleiten oder sie sind eingeschränkt – eine mobile Registrierung soll Abhilfe schaffen.

Während dafür in Kärnten und dem Burgenland bereits Busse umherfahren, muss die steirische Polizei geduldig warten. Denn bei der Registrierung werden Dokumente wie Reisepässe erfasst und Fingerabdrücke genommen. Dafür braucht es eigene Lesegeräte. Die Polizei steht laut Sprecher Markus Lamb in den Startlöchern, aber das technische Equipment ist noch ausständig. Vom Bund sei angekündigt worden, dass die Ausstattung voraussichtlich am Wochenende in der Steiermark eintrifft. Sofern die Zusage hält, könnten die Busse am Montag oder Dienstag den Betrieb aufnehmen.

“Es soll jeder Unterstützung bekommen”

Das Erfassen der Daten dient ja genau dazu, dass den Menschen geholfen wird, und sie im letzten Schritt in die Grundversorgung aufgenommen werden sowie Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Wer bei der Polizei registriert wurde, dessen Daten werden an das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) übermittelt. Dort wird jeder Fall einzeln überprüft. “Bei Ukrainern mit biometrischem Reisepass ist das Prozedere natürlich am einfachsten”, heißt es beim BFA. Wenn alles in Ordnung ist, übermittelt das BFA die Daten an die Staatsdruckerei. Dort laufen die Maschinen zurzeit auf Hochtouren, um die sogenannten “blauen Karten” (Vertriebenenkarte) zu erstellen.

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