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Kein Stress beim Wechsel auf Sommerreifen

07.04.2022 • 19:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Klaus Hartinger

Situative Winterreifenpflicht gilt noch bis zum 15. April. Autofahrer bleiben gelassen.

Noch bis zum 15. April gilt in Österreich die situative Winterreifenpflicht. Pkw und Lkw mit einem höchstzulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen dürfen bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen nur in Betrieb genommen werden, wenn Winterreifen angebracht sind. Ansonsten droht eine Strafe, die auch sehr empfindlich ausfallen kann, falls andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden.

Kein Zeitdruck

Das Ende der Winterreifenpflicht – die von 1. November bis 15. April gilt – heißt jedoch nicht, dass sofort auf Sommerreifen gewechselt werden muss, stellen die Experten von Autofahrerklubs wie ÖAMTC oder ARBÖ alljährlich klar. Denn auch nach dem 15. April kann es hierzulande noch sein, dass auf den Fahrbahnen winterliche Verhältnisse herrschen. Beim Wechsel von Winter- auf Sommerreifen gibt es für die Autofahrer also keinen Zeitdruck.

Wetter spielt eine große Rolle

Das bestätigt Manuel Fischer von Reifen Fischer in Dornbirn und Lauterach. Großen Andrang gebe es vor allem im Vorfeld des 1. November, wenn die situative Winterreifenpflicht in Kraft tritt. Beim Wechsel auf die Sommerpneus sei dies eher nicht der Fall. Wer etwa noch plane, über den Arlbergpass zu fahren, lasse noch die Winterreifen am Auto. „Auch das Wetter spielt eine große Rolle“, sagt Fischer. So glaubt er, dass der Andrang jetzt schon größer wäre, wenn die langanhaltende Trockenperiode mit frühlingshaften Temperaturen nicht zu Ende gegangen wäre. Umgekehrt gebe es aber durchaus auch Kunden, die bereits jetzt auf Sommerreifen gewechselt hätten. Diese würden ihr Auto dann notfalls stehen lassen, falls die Witterung eine Fahrt nicht zulässt.
Hierzulande keine gute Wahl. Allwetterreifen sind aus Sicht des Experten in den hiesigen Breiten keine gute Wahl. „Sie sind in den Bergen nicht gut genug“, meint er. Andernorts – etwa in Norddeutschland – spreche nichts dagegen, die Allrounder zu verwenden.

Reifenkennzeichnung

Bei der Neuanschaffung von Reifen hilft die europäische Reifenkennzeichnung, erläutert Fischer. Diese lässt sich mit den Energielabels von Elektrogeräten vergleichen, welche Auskunft über den Stromverbrauch geben. Bei den Reifen sind dagegen der Rollwiderstand, das Nassbremsverhalten oder auch die Intensität des externen Rollgeräusches vermerkt. Zu achten gilt es laut dem Reifenspezialisten in erster Linie auf das Nassbremsverhalten. Denn dieses wirke sich auf die Sicherheit aus.

Beratung ist hilfreich

Empfehlenswert sei es, Reifen eines Markenherstellers zu kaufen. Der Griff zum Top-Modell müsse nicht unbedingt sein, sondern auch in der Mittelklasse gebe es gute Pneus. Entsprechende Beratung beim Reifenhändler oder in der Werkstatt sei durchaus hilfreich, denn auch das Fahrzeug oder das Mobilitätsverhalten haben Einfluss auf die richtige Wahl. „Ein Pendler hat andere Ansprüche an die Reifen seines Fahrzeugs als jemand, der es als Familienauto nutzt“, erklärt Fischer. In der Beratung gehe es dann darum, den optimalen Reifen für den Kunden zu finden.