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Anklage wegen Mordes: Lebensgefährtin erwürgt

19.04.2022 • 18:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In einem Haus in Bürs kam es im vergangenen Oktober zu dem Tötungsdelikt. <span class="copyright">Hofmeister</span>
In einem Haus in Bürs kam es im vergangenen Oktober zu dem Tötungsdelikt. Hofmeister

Staatsanwaltschaft wirft 60-Jährigem vor, er habe 47-jährige Lebensgefährtin vorsätzlich getötet.

Wegen des Verbrechens des Mordes hat die Staatsanwaltschaft Feldkirch am Landesgericht Feldkirch einen unbescholtenen 60-Jährigen angeklagt. Das bestätigte am Montag auf Anfrage Gerichtssprecher Norbert Stütler. In der Anklageschrift wird dem Untersuchungshäftling vorgeworfen, seine 47-jährige Lebensgefährtin am 26. Oktober 2021 in der Wohnung in Bürs gewürgt und dabei vorsätzlich getötet zu haben.

Noch nicht rechtswirksam

Die Anklageschrift kann am Oberlandesgericht Innsbruck noch mit einem Einspruch bekämpft werden und ist daher noch nicht rechtswirksam. Deshalb wurde am Landesgericht auch noch kein Verhandlungstermin für den Mordprozess festgesetzt.

Im Spital gestorben

Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, er habe seine Partnerin am letztjährigen Nationalfeiertag während eines Beziehungsstreits mit beiden Händen am Hals heftig gewürgt. Am dabei entstandenen Sauerstoffmangel sei die Frau zwei Tage später am 28. Oktober 2021 im Landeskrankenhaus Feldkirch gestorben, bezieht sich Stütler auf die Anklageschrift.

Ein Termin für die mögliche Verhandlung steht noch nicht fest. Die Anklageschrift ist noch nicht rechtswirksam. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Ein Termin für die mögliche Verhandlung steht noch nicht fest. Die Anklageschrift ist noch nicht rechtswirksam. Symbolbild/Hartinger

Nach seiner Tat rief der Beschuldigte nach Angaben der Polizei seinen Bruder an, der daraufhin die Polizei alarmierte. Ein Notarztteam traf zehn Minuten nach der Verständigung, so die Polizei, in der Wohnung ein und reanimierte die leblos wirkende Frau. Sie wurde mit dem Rettungshubschrauber zum Landeskrankenhaus nach Feldkirch geflogen.

In Untersuchungshaft

Der Beschuldigte ließ sich in der Wohnung, die in seinem Eigentum steht, widerstandslos festnehmen. Er befindet sich in der Justizanstalt Feldkirch in Untersuchungshaft. Der 60-Jährige gibt zu, seine Lebensgefährtin gewürgt zu haben. Er bestreitet aber jeglichen Tötungsvorsatz und sagt, er habe sie nicht töten wollen. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung. Für den Fall eines Schuldspruchs im Sinne der Anklage sieht das Strafgesetzbuch für Mord zehn bis 20 Jahre oder lebenslängliche Haft vor.

Wechselseitige Beschimpfungen

Bei dem Streit unmittelbar vor der Tat sei es unter Alkoholeinfluss zu wechselseitigen Beschimpfungen gekommen, entnimmt Stütler der Anklageschrift. Demnach habe er bereits die Wohnung verlassen wollen. Aber ein verbaler Angriff seiner in Graz geborenen Lebensgefährtin habe ihn derart in Rage gebracht, dass er sie gewürgt habe.

Das Paar war kinderlos. Er arbeitete in der Schweiz und hielt sich zumeist dort auf. Schon vor dem tödlichen Vorfall sei es mehrmals zu Beziehungsstreitigkeiten gekommen, teilt die Polizei mit.

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