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Neue Senderbrücke: „Gefährlicher als vorher“

19.04.2022 • 19:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Klaus Hartinger

Bürgermeister Kurt Fischer spart nicht mit Kritik. Er sieht Radfahrer und Fußgänger „ausgebremst“.

Kaum eröffnet, gibt es schon Kritik an der neuen Senderbrücke im Lauteracher Ried. Deutliche Worte findet Lustenauer Bürgermeister Kurt Fischer (ÖVP), der die Brücke am Dienstagnachmittag gleich mit dem Rad in Augenschein nahm. „Mit großer Verwunderung“ stellte er dabei fest, dass die von Lustenau kommenden Radfahrer auf die neue für den Autoverkehr konzipierte Betonbrücke geführt werden. Im Vergleich zur früheren sei die Situation jetzt deutlich gefährlicher, meint Fischer. Das Tempo der Autos im Bereich der neuen breiteren Brücke sei deutlich höher.


Fischer spricht von einer „autozentrierten Planung“ und „verkehrspolitischem Anachronismus“. „Dass die neue Senderbrücke RadfahrerInnen und FußgängerInnen buchstäblich ausbremst ist jedenfalls ein falsches Signal“, so Fischer.

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Entgegnung

Aus dem Büro des zuständigen Landesrats Marco Tittler (ÖVP) heißt es, dass die alte Senderbrücke Bestandteil des Gesamtkonzepts „Radfahren durchs Ried (RdR)“ sei. Langfristig soll die Brücke dem Fuß- und vor allem dem Radverkehr dienen. Der Planungsprozess für Radfahren durchs Ried sei derzeit im Gange. Bis es so weit ist, würden Radfahrer von Lustenau in Richtung Lauterach aus Gründen der Verkehrssicherheit über die neue Brücke geführt, heißt es. Grund dafür sei der Umstand, dass die L 41 zwei Mal gequert werden müsse und die Sichtverhältnisse „nicht optimal“ seien. Bodenmarkierungen sollen den Radfahrern signalisieren, in Fahrtrichtung Lauterach die neue Brücke zu verwenden.

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