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Abstiegskampf-Dramatik bei Altach

25.04.2022 • 16:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Auf dem Bild zu sehen der 32-jährige Stürmer Atdhe Nuhiu. <span class="copyright">(c) GEPA pictures/Christian Moser</span>
Auf dem Bild zu sehen der 32-jährige Stürmer Atdhe Nuhiu. (c) GEPA pictures/Christian Moser

Vorletzter Hartberg empfängt morgen das Schlusslicht Altach.

In Hartberg steigt am Dienstag (18.30 Uhr) das Kellerduell der Fußball-Bundesliga zwischen Gastgeber TSV und Altach. Die Partie in der 7. Runde der Qualifikationsgruppe hat Vorentscheidungspotenzial für den Abstiegskampf. Gewinnen die Steirer, liegt das Team von Klaus Schmidt drei Runden vor Schluss fünf Zähler vor den Vorarlbergern. Deren Coach Ludovic Magnin bekannte: „Es ist das wichtigste Spiel, seit ich hier Trainer bin.“

„Es ist das wichtigste Spiel, seit ich hier Trainer bin.“

Ludovic Magnin, Trainer SCR Altach

Ganz so zuspitzen wollte Schmidt dann die Partie im Vorfeld nicht: „Wir steigen nicht ab, wenn wir verlieren und wir halten die Liga nicht, wenn wir gewinnen.“ Der Hartberg-Coach sprach stattdessen vom zweiten von fünf Finalspielen. „Das erste haben wir positiv bestritten, jetzt haben wir noch vier.“ Das angesprochene erste Finale war der 3:1-Auswärtssieg bei der Admira am Wochenende, womit eine 146 Tage währende Durststrecke ohne Sieg für die Oststeirer zu Ende ging. Für Schmidt war es im sechsten Spiel der erste volle Erfolg für seinen neuen Club.

So lange will man in Hartberg nun nicht mehr auf den nächsten Dreier warten, gegen Altach soll nachgelegt werden. Schmidt sieht im Umschaltspiel und in den Standardsituationen der Vorarlberger den Schlüssel. „Da wissen sie schon, wie man dem Gegner wehtun kann. Sie haben in den letzten sechs Runden nur ein Spiel verloren, das heißt, sie lassen nur sehr wenig zu, sind aber in der Offensive immer wieder gefährlich“, warnte der Trainer, der um Innenverteidiger Michael Steinwender bangt. Steinwender ist seit dem Zusammenprall mit Admiras Joseph Ganda angeschlagen.

Beim letzten Spiel Mitte März endete das Duell zwischen Altach und Hartberg mit einem unentschieden (0:0).<span class="copyright">GEPA pictures/ Oliver Lerch</span>
Beim letzten Spiel Mitte März endete das Duell zwischen Altach und Hartberg mit einem unentschieden (0:0).GEPA pictures/ Oliver Lerch

„In solchen Spielen geht es um Physis und den Kopf“, so Magnin.

Zwar wurde der Aufwärtstrend Altachs am vergangenen Wochenende mit dem 1:2 beim LASK zumindest vorläufig gestoppt, Magnin war mit der Leistung seiner Elf dennoch zufrieden. Geändert hat sich durch die Rückkehr ans Tabellenende für den Coach nur wenig: „Am Ende kann eine Mannschaft mit einem Unentschieden besser leben als die andere. Vor einer Woche waren wir das, jetzt ist für uns ein Unentschieden schlechter als für Hartberg.“

Der Schweizer kann in Hartberg wieder auf die zuletzt gesperrten Defensivspieler Bakary Nimaga und Felix Strauss zurückgreifen, dafür fehlt Innenverteidiger Mickael Nanizayamo nach seinem Platzverweis gegen den LASK. Der 43-jährige Magnin erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. „Das ist Abstiegskampf, da geht es darum, wer wird frischer sein, wer kann mit dem Druck besser umgehen. In solchen Spielen geht es um Physis und den Kopf“, so der Eidgenosse.

APA